Archive for September 2012

Jetzt anmelden: Naturerlebnistour am Sa. 06.10.

Die nächste Naturerlebnistour, die letzte Exkursion in diesem Jahr, findet am kommenden Wochenende statt: Am Samstag, 6. Oktober geht‘s auf die Schwäbisch Alb. Neben Naturerlebnissen bekommen die Teilnehmer auch einen Einblick in kulturelle Attraktionen der Alb: Auf dem Programm steht beispielsweise eine Führung durch das Münster in Zwiefalten. Die Leistungen der Naturerlebnistour im Überblick: Fahrt im Komfortreisebus, Bootsfahrt Wimsener Höhle, Führung Münster „Unserer lieben Frau“ Zwiefalten, Weidegang mit Albbüffelzüchter Willi Wolf sowie Reisebegleitung der Umweltakademie. Abfahrt um 8.00 Uhr in Stuttgart, Rückkehr gegen 19.30 Uhr. Preis pro Person: 57 €. Weitere Informationen und Anmeldungen direkt bei Spillmann-Reisen, Telefon 07142 – 97 88-0.
Schon heute wünschen wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Spass!

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NEU: Audio-Guides für den Bodensee

Ab sofort bieten wir flexibel einsetzbare Audio-Guides: MP3 Audio- bzw. MP4 Video-Dateien, die je nach Belieben auf dem Smartphone – sozusagen als mobiles Audio-Gerät – am PC oder auf einem MP3-Player abgespielt werden können.

„Der Bodensee und seine Menschen – Menschen und der Bodensee“ – an insgesamt 16 Stationen rund um den Bodensee kommen Menschen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen zu Wort und schildern Erfahrungen, Aktionen, Erlebnisse und Fakten zur Natur, Kultur sowie zum Leben und Arbeiten am See. Ein Projekt, mit dem wir den Bodensee auf spannende Weise erlebbar machen und neue Potenziale, auch für den Tourismus, eröffnen wollen. Klicken Sie doch mal rein:

_Audio- und Video-Guides
_YouTube Kanal der Umweltakademie

YouTube Kanal der Umweltakademie

Futterhäuschen suchen Bauherren

Am kommenden Wochenende (Samstag 29.09. und Sonntag 30.09.2012) können Sie ein Futterhäuschen für den Garten oder die Terrasse zimmern: Beim Aktionstag „Futterhäuschen suchen Bauherren“ im Akademie-Natur-Info-Center in der Stuttgarter Wilhelma. An beiden Tagen besteht die Möglichkeit, gegen einen geringen Unkostenbeitrag eine Futterstelle für Vögel oder Eichhörnchen zusammenzubauen.

Das Akademie-Natur-Info-Center finden Sie in nächster Nachbarschaft zum Schaubauernhof. Die Aktion findet im Zeitraum von 11.00 bis 17.00 Uhr statt.

So, 23.09.: Streuobstwiesen-Aktionstag

Nicht nur in unseren regelmässigen Berichten „Neues aus dem Obstgarten“, sondern auch im Rahmen eines Aktionstags, der am kommenden Sonntag im Akademie-Natur-Info-Center in der Stuttgarter Wilhelma stattfindet, informieren wir über Streuobstwiesen.

Streuobstwiesen mit Apfel-, Birnen-, und Zwetschgenbäumen sind für viele Tierarten ein wichtiger Lebensraum in und außerhalb von Ortschaften. Sie bieten ganz besondere Lebensbedingungen: seltene Vögel wie Steinkauz, Wendehals, oder Rotkopfwürger finden hier ein ideales Biotop, aber auch Kleinsäuger wie Gartenschläfer oder Eichhörnchen sind dort zu Hause.

Beim Aktionstag am 23. September dürfen Kinder und Erwachsene selber Äpfel „maischen“ und dann zu frischem „Süßmost“ pressen. Zudem können Streuobstwiesen in einem Fühl- und Geschmacks-Quiz kennengelernt werden. Veranstaltungsort ist das Akademie-Natur-Info-Center im Zoologisch-Botanischen Garten „Wilhelma“ in Stuttgart, nur wenige Schritte vom Schaubauernhof entfernt. Herzlich willkommen!

Neues aus dem Obstgarten (18)                            Von Claus-Peter Hutter

Jetzt sind die Äpfel aus den Obstwiesen noch reifer und noch süßer. Deshalb gibt es jetzt für den Doppelzentner bei den Annahmestellen „satte“ 8,50 Euro. Eine Preissteigerung von 6 %!!. Aber noch einmal: Es ist nicht der materielle Lohn, um den es geht. Schließlich gilt es ein überaus reiches Natur- und Kulturerbe zu bewahren. Und für das viele hundert Mal Bücken zahlen manche in den Fitness-Studios viel Geld. Ich bekomme wenigstens für das Abliefern der Früchte noch das Benzingeld. Nicht zu vergessen, dass ich etwas für meine Fitness mache! Eine von der Umweltakademie Baden-Württemberg in Auftrag gegebene Studie des Sportmedizinischen Instituts der Universität Tübingen hat ja ergeben, dass die ganzjährige Betätigung auf der Obstwiese oder im Hausgarten das Fitness-Studio ersetzt. Wer mehr wissen will, kann ausführliche Informationen unter www.um.baden-wuerttemberg.de herunterladen oder in gedruckter Form bestellen.

Neues aus dem Obstgarten (17)                            Von Claus-Peter Hutter

Die Apfelsaison hat begonnen! Nun ja, in den Supermärkten herrscht ja das ganze Jahr über Apfelsaison. Aus allen möglichen, Kilometer weit entfernten Ländern stehen die immer gleichen Einheitssorten zur Verfügung. Mit dem Beginn der Apfelsaison meine ich natürlich die Apfelsaison im heimischen Obstgarten. Dort fallen jetzt – auch aufgrund der trockenen Witterung in den vergangenen Wochen und einfach weil es Zeit ist – die Äpfel zu Boden. Da wir, wie fast alle Obstwiesenbesitzer, nicht spritzen, ist natürlich immer eine Anzahl von Äpfeln „wurmstichig“. Eigentlich sind es ja keine Würmer, sondern Maden unterschiedlichster Insekten, welche die Früchte befallen und meistens den Apfel verlassen haben. Doch solche Äpfel sind einfach früher reif und fallen dann zu Boden. Und weil man die Früchte seiner Streuobstwiesenarbeit nicht verkommen lassen will, gilt es diese aufzusammeln bevor sie zu faulen beginnen. Es ist ratsam, dabei Handschuhe zu tragen, weil sich natürlich auch die eine oder andere Wespe an die manchmal angeschlagenen Früchte heranmacht …und Stiche will man ja vermeiden.

Und dann geht’s los. Bücken, bücken und nochmals bücken. Die aufgesammelten Äpfel kommen in den Eimer und sobald dieser voll ist, kommt das Rohmaterial für den später leckeren Apfelsaft in Kartoffelnetze. Nach rund 2 ½ Stunden ist die Arbeit geschafft. Dann gilt es eine der Annahmestellen für Früchte anzufahren. Das Ergebnis: Knapp ein Doppelzentner. Für den Doppelzentner gibt‘s gegenwärtig – und dies ist in diesem Jahr relativ viel – 8 Euro. Dafür hab ich mich umgerechnet zwischen 800 und 1000-mal gebückt. Umgerechnet auf 2 ½ Stunden macht das 3,20 Euro die Stunde. Das Mähen des Grases im Sommer und das Schneiden der Bäume, das Aufsammeln und Kleinhacken der Zweige und Äste genauso wenig eingerechnet wie die Grundsteuer und die Berufsgenossenschaft, der man als Obstwiesenbesitzer automatisch angehört. Doch all das darf man nicht rechnen, denn es gibt noch einen ganz anderen Lohn und der ist mehr wert als alles Geld: Bewegung, schöne Naturerlebnisse, die Gespräche mit den Besitzern der Nachbargrundstücke, die blühende Wiese im Frühjahr, vollkommen naturbelassene Äpfel für den Herbst und den Winter und das gute Gefühl, eine alte Tradition fortzuführen. Also geht’s nächsten Samstag wieder raus: Raus zu Opas Obstgarten.

Apfel

Foto: © Thomas Renz – Fotolia.com

Wussten Sie schon…

…dass der Badische Riesenregenwurm, der eine Länge von bis zu 60 cm erreicht, Deutschlands längster Regenwurm ist? Dieses Naturhighlight und viele weitere können Sie in Baden-Württemberg entdecken und schätzen lernen. Denn: Was man kennt und schätzt, das schützt man auch!