Archive for Januar 2013

Schneeglöckchen – „Kraftwerke“ unter Naturschutz

Die milden Temperaturen gestern und heute geben einen ersten Vorgeschmack auf den Frühling, die Plusgrade lassen sogar die ersten Pflanzen sprießen. An vielen Ecken stossen Schneeglöckchen durch die noch verbliebenen Schneereste; die französische Bezeichnung der Schneeglöckchen „Perce-Neige“ – „die Schnee durchbohrende“ – könnte passender nicht sein!

Um sich Platz zwischen den Schneefeldern zu schaffen, ist das Schneeglöckchen mit einer besonderen Eigenschaft ausgestattet: Sobald der Stoffwechsel der Blumenzwiebel gestartet wurde, produziert die Pflanze Wärme. Ein kleines „Blumenzwiebel-Kraftwerk“ das warm genug ist, um den Schnee in der direkten Umgebung zum Schmelzen zu bringen. Der Weg für die Stängel an die Oberfläche wird freigeschmolzen.

Das wilde Schneeglöckchen steht unter strengstem Naturschutz, die in der freien Natur wachsenden Exemplare dürfen nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die ersten Frühlingsblumen wichtige Nahrungsquellen für Insekten sind.

Schneeglöckchen (Foto: © Pavlo Vakhrushev - fotolia.com)

Schneeglöckchen (Foto: © Pavlo Vakhrushev – fotolia.com)

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Ausstellung „Natur findet Stadt“ wird im Naturschutzzentrum Karlsruhe gezeigt

Beim Stichwort „Natur“ denkt fast jeder an unbewohnte, abgelegene Gegenden. Doch auch mitten in der Stadt gibt es zahlreiche Tiere und Pflanzen, die schon seit Jahren Tür an Tür mit uns leben. Die Ausstellung „Natur findet Stadt“ informiert darüber, welche Tiere unseren Lebensraum „Stadt“ ganz selbstverständlich mit uns Menschen teilen und quasi „undercover“ mit uns leben, ohne dass wir davon wissen. Anhand dreidimensionaler Raumelemente und anschaulicher Exponate wird der Ausstellungsbesucher zum Mitmachen, Studieren und Staunen eingeladen – eine „Urban Safari“, die auf spannende Weise die Artenvielfalt unserer Städte präsentiert.

Bis einschließlich 29. Juli 2013 wird die Ausstellung „Natur findet Stadt“ im Naturschutzzentrum Karlsruhe gezeigt. Interessierte Einrichtungen, die nach diesem Zeitpunkt die Ausstellung präsentieren möchten, können sich gerne mit uns in Verbindung setzen:

Akademie für Natur- und Umweltschutz – eMail: umweltakademie@um.bwl.de

Umweltakademie Baden-Württemberg – Partner der „Tour de Ländle 2013“

Die „Tour de Ländle“ ist eine Erfolgsgeschichte: Die vom SWR organisierte, einwöchige Radtour führt quer durch Baden-Württemberg. In diesem Jahr geht bereits die 26. Auflage der beliebten Tour an den Start. Und jeder kann mitradeln: eine Tagesetappe oder die komplette Strecke.

Die diesjährige „Tour de Ländle“ findet vom 27. Juli bis 2. August 2013 statt und führt in sieben Etappen von Weinheim nach Stockach:
Etappe 1 am Samstag, 27. Juli 2013: Weinheim – Eberbach
Etappe 2 am Sonntag, 28. Juli 2013: Eberbach – Bad Mergentheim
Etappe 3 am Montag, 29. Juli 2013: Bad Mergentheim – Crailsheim
Etappe 4 am Dienstag, 30. Juli 2013: Crailsheim – Aalen
Etappe 5 am Mittwoch, 31. Juli 2013: Aalen – Ehningen
Etappe 6 am Donnerstag, 1. August 2013: Ehningen – Mengen
Etappe 7 am Freitag, 2. August 2013: Mengen – Stockach

Passend zum Motto „NaturTour“ ist die Umweltakademie Baden-Württemberg Partner der „Tour de Ländle“. An den Haltepunkten wird die Umweltakademie gemeinsam mit vielen Akteuren und Experten auf die Natur am Wegesrand aufmerksam machen und viele große und kleine Geschichten zum Thema Natur, Umwelt, Kultur und Nachhaltigkeit vermitteln. Ob die schon von Mörike erzählte Geschichte von der schönen Lau am faszinierenden Blautopf, ob geheimnisumwitterte Moorleichen im Pfrunger oder Wurzacher Ried oder etwa versteinerte Muscheln, Fischschuppen oder etwa Saurier im Bereich der Schwäbischen Alb – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Tour de Ländle“ werden das Naturerlebnisland Baden-Württemberg aus spannender Perspektive erleben!

Informationen: http://www.swr.de/tour/-/id=233390/1jht23m/index.html

Radtour (Foto: © Christian Schwier - Fotolia.com)

Radtour (Foto: © Christian Schwier – Fotolia.com)

Vorankündigung: Naturerlebniswoche 2013

Gemeinsam mit den Umweltakademien der anderen Bundesländer veranstaltet die Umweltakademie Baden-Württemberg auch in diesem Jahr wieder die „NaturErlebnisWoche“ mit vielen spannenden Programmpunkten für Einzelpersonen, Familien, Vereine und für alle, die sich für die Natur ihrer Heimat interessieren. Diese bundesweite Aktion findet vom 27. April–5. Mai 2013 statt.

Die NaturErlebnisWoche ist eine gute Gelegenheit um auf Baden-Württemberg als Naturerlebnisland aufmerksam zu machen. Machen Sie doch ganz einfach mit: Auf viele spannende Programme, Exkursionen, Führungen und Ausstellungen mit Bezug zur Natur und Umwelt in Baden-Württemberg freuen wir uns. Ihre Aktionen, die Sie in der Woche vom 27. April bis 5. Mai 2013 planen, können Sie jederzeit in unsere Veranstaltungsdatenbank (http://bw.naturerlebniswoche.info/informationen_akteure.aspx) eintragen. Ihr Programmpunkt wird dann gezielt von uns im Rahmen der NaturErlebnisWoche 2013 beworben!

Informationen: http://bw.naturerlebniswoche.info

Jahresprogramm der Umweltakademie erschienen

Das neue Jahresprogramm der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg steht druckfrisch zur Verfügung! Ein Programm, das Veranstaltungen nicht nur für Fachleute enthält, sondern auch für interessierte Erwachsene, Kinder und Jugendliche. So können Kinder beispielsweise Wasser erleben und Gewässerwissen erwerben oder die ganze Familie im Neckartal eine Floßerlebnisfahrt im Spannungsfeld von Natur und Kultur, Weinbau und Technologie unternehmen.

Rund 1.000 Seminarstunden umfasst das Jahresprogramm, dementsprechend vielfältig präsentiert sich das Angebot: Bürgerinnen und Bürger können sich über Hornissen und andere Wespenarten sowie über die Rolle der Feuerwehr beim Erhalt der Biodiversität beraten lassen. Haus- und Betriebsmeister können sich über Klimaschutz und Energieeinsparung an Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden informieren. Kommunale Bedienstete werden über Partizipation und Beteiligungsprozesse in Umweltverfahren geschult. Die Schwerpunkte der über 100 Seminare, Fachtagungen und Modellprojekte in diesem Jahr liegen in den Bereichen Umweltvorsorge, Klimaschutz, Naturbewahrung sowie dem Naturerlebnisland Baden-Württemberg und der Förderung bürgerschaftlichen Engagements durch umfassendes Bildungsmanagement.

„Angesichts der großen Herausforderungen wie Klimawandel, Energiewende oder das weltweite Artensterben ist die Umweltbildung als Grundlage für nachhaltiges, vorausschauendes Umwelthandeln und bürgerschaftliches Engagement unverzichtbar“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller anlässlich des neu erschienenen Jahresprogramms.

Bei der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg kann das Programm in gedruckter Form bestellt werden. Darüber hinaus steht auf der Website http://www.umweltakademie.baden-wuerttemberg.de eine Download-Variante zur Verfügung.

Umweltthemen beherrschen die Medien

Australien leidet unter Buschfeuern, Dürre und Temperaturen von mehr als 40 Grad. In den USA wurden im vergangenen Jahr Wetterextreme aufgezeichnet, wie noch nie zuvor. Rekordwerte erreicht derzeit auch die Smogbelastung, der die Bewohner in Chinas Hauptstadt Peking ausgesetzt sind.

Die Umweltthemen, die aktuell die Medien beherrschen, finden weit entfernt statt. Aber auch direkt hier vor unserer Haustür gilt es Tiere, Pflanzen und das Klima zu schützen. Umweltbewusstsein fängt hierbei im Kleinen an – sei es die Fahrt mit dem Fahrrad zum Bäcker, die Bevorzugung von regionalen Produkten oder die Pflege eines Gartengrundstücks. Die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg begleitet Sie mit Tipps und Ideen, denn je informierter die Menschen sind, desto mehr kann erreicht werden. Frei nach dem Motto: „Nur was man kennt und schätzt, schützt man auch.“

Der Winter ist zurück

Nach dem milden Wetter der vergangenen Tage meldet sich nun der Winter mit leichtem Schneefall und Temperaturen um die null Grad zurück. Während wir wieder zu Schal, Mütze und Handschuhen greifen, bleibt den hier lebenden Wildtieren nichts anderes übrig, als sich mit der Witterung zu arrangieren.

Winterschläfer (beispielsweise Igel, Fledermäuse, Siebenschläfer) und Tiere, die in Winterstarre verfallen (Fische, Frösche, Eidechsen, Schildkröten, Insekten), verschlafen die klirrende Kälte. Wildschweine, Rehe, Füchse und Feldhasen sind mit Winterfellen und einem sparsamen Umgang mit den eigenen Energiereserven ebenfalls gut vorbereitet. Bei einer geschlossenen Schneedecke kann das Futter jedoch knapp werden, sodass die Tiere ihren Bewegungsradius einschränken um möglichst viel Energie zu sparen. Waldspaziergänger und Mountainbiker sollten in diesen Tagen daher ganz besonders darauf achten, dass Wildtiere nicht aufgeschreckt und zur Flucht getrieben werden. Und für Hundehalter sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sich ihre Hunde jederzeit im Sichtbereich aufhalten und ggf. an die Leine genommen werden, um eine Jagd auf frei lebende Tiere unter allen Umständen zu vermeiden.