Archive for April 2013

Ecovin präsentiert beste Baden-Württemberger Bioweine des Jahres 2013 

Im Akademiehaus der Landesumweltakademie Baden-Württemberg wurden kürzlich die besten Baden-Württemberger Bioweine 2013 präsentiert …der perfekte Rahmen für eine Bilanz des Modellprojekts „Aktion Lebendiger Weinberg“.

Um einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt in Weinbaugebieten wieder Platz einzuräumen, ohne die Bewirtschaftung der Kulturlandschaften zu erschweren, hat die Umweltakademie gemeinsam mit den Staatlichen Weinbauinstituten in Weinsberg und Freiburg, den badischen und württembergischen Weinbauverbänden und Verbänden der Prädikatsweingüter sowie mit zahlreichen Weingärtnergenossenschaften und Selbstvermarktern, die Aktion „Lebendiger Weinberg“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die charakteristischen Weinbaulandschaften so aufzuwerten, dass die Bedingungen für die wild lebenden Tier- und Pflanzenarten verbessert werden.

Darüber hinaus sind „lebendige Weinberge“ auch ein wichtiger Baustein zur nachhaltigen Entwicklung, zum regionalen Tourismus, zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit und somit auch zur breiten Umweltbildung. Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden über 200.000 Pflanzen ausgebracht, insbesondere früher weit verbreitete und heute selten gewordene Arten wie etwa Weinraute und Färberkamille.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aber die Siegerweine der zweiten landesweiten Prämierung Beste Baden-Württemberger Bioweine, vorgestellt durch Anne Asser, Chef de Range „Alte Sonne“, Ludwigsburg. Ergebnisse der Prämierung unter:
http://www.ecovin-baden.de/bestenauswahl/

Foto: Wolfgang List - www.perfectfotos.com

Foto: Wolfgang List – http://www.perfectfotos.com

Advertisements

Konflikte zwischen Windkraftanlagen mit Großvögeln vermeiden

Greifvögel wie heimische Milane, Bussarde und Falken, kollidieren nach weltweiten Beobachtungen immer wieder mit Windkraftanlagen. Der sogenannte Vogelschlag entsteht vor allem wegen der für Vögel schwer einschätzbaren Rotation beziehungsweise auch dem dabei entstehenden Luftunterdruck. Die Vermeidung von Kollisionen und Konflikten zwischen Großvögeln und Windkraftanlagen stand daher kürzlich im Mittelpunkt einer Fachtagung.

Rund zwei Dutzend Fachexperten haben beim Fachseminar der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg (Umweltakademie), der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg und dem Naturschutzzentrum Eriskirch über Massnahmen diskutiert, wie man den Bau von Windkraftanlagen im Interesse des Klimaschutzes und der autarken Energieversorgung voranbringen kann und artenschutzrechtliche Belange bereits in der Bauplanungsphase einbinden kann.

Durch die europäische Vogelschutzrichtlinie sind heimische Greifvögel unter Schutz gestellt. Hierbei hat Deutschland eine besondere Verantwortung, da der Rotmilan, einer der elegantesten heimischen Flieger, hier zu Lande mehr als die Hälfte des weltweiten Vorkommens ausmacht. Es ist daher wichtig, sich mit der Biologie und der ökologischen Anpassungen dieser Vögel auseinanderzusetzen, um diese dann eben bei Planungs- und Genehmigungsverfahren zu berücksichtigen.

Der Schutz von Greifvögeln macht aber nicht nur aus dem Blickpunkt des Artenschutzes Sinn, denn diese Vögel spielen auch eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Das zeigt sich zum Beispiel bei der Kreismülldeponie Friedrichshafen-Raderach, wo Rot- und Schwarzmilane sowie Mäusebussarde in hohem Maße Ratten und Mäuse eindämmen.

Das Seminar hat nach Darstellung der Umweltakademie ergeben, dass erfolgreicher Klimaschutz naturverträglich sein muss und ein rascher Ausbau erneuerbarer Energien gutes Planungswissen auch über die biologische Vielfalt erfordert. Mit speziellem Planungs-Know-How können optimale Windkraftstandorte gefunden und Vogelkollisionen sowie Auswirkungen auf andere betroffene Tierarten vermieden werden.

Countdown… noch vier Tage bis zum Start der NaturErlebnisWoche!

Naturbeobachtungen, Kanutour oder Wanderungen: Die NaturErlebnisWoche bietet wieder jede Menge Programme rund um die interessante Natur, Flora und Fauna Baden-Württembergs. Los geht‘s am 27. April, das Finale findet am 5. Mai 2013 statt. Das komplette Programm finden Sie unter http://bw.naturerlebniswoche.info.

Toller Aktionstag im Natur-Info-Center in der Wilhelma!

Mit einem ereignisreichen Aktionstag wurde am vergangenen Wochenende (20./21. April 2013) der Start in die Sommersaison 2013 des Akademie-Natur-Info-Centers der Umweltakademie Baden-Württemberg in der Stuttgarter Wilhelma eingeleitet. Bis Ende September werden viele spannende Veranstaltungen rund um Natur- und Umweltschutzthemen geboten.

Am ersten Aktionstag war handwerkliches Geschick gefragt. Unter der Anleitung von Schreinermeister Erich Ludwig konnten Nistkästen für Vögel und Schlafquartiere für Fledermäuse selbst gebaut werden. Jessica Daul, Mitarbeiterin der Umweltakademie, sorgte für begleitende Erläuterungen: „Auf Grund der fortschreitenden Urbanisierung fehlen heutzutage vielerorts natürliche Nistplätze. Künstliche Nisthilfen tragen zum Schutz der heimischen Vögel bei und bieten darüber hinaus die Möglichkeit zur Naturbeobachtung im eigenen Garten.“

Zusätzlich informierte der NABU Ludwigsburg, vertreten durch Frank Handel, über heimische Vogelarten und gab wertvolle Tipps für die Reinigung und Anbringung der Nistkästen. Natürlich war auch der richtige Umgang mit unseren gefiederten Freunden ein Thema. Alles in allem ein rundum gelungener Auftakt!

Der nächste Aktionstag im Akademie-Natur-Info Center findet am Sonntag, 5. Mai 2013 von 11 bis 16.30 Uhr zum Thema „Ökologie leicht verständlich gemacht: Honigbienen in der Großstadt“ statt. Am besten schon jetzt ganz dick im Kalender anstreichen!

Wildapfel ist Baum des Jahres

Das Kuratorium „Baum des Jahres“ hat den Wildapfel – auch Holzapfel oder gemeiner Apfel genannt – zum „Baum des Jahres 2013“ gewählt. Der Wildapfel ist ein sehr robustes Gehölz ohne große Ansprüche, das auf nahezu jedem Untergrund zurecht kommt. Dennoch ist der Wildapfel in der Natur immer seltener zu finden. Zum einen gehen verwilderte Landschaften immer mehr zurück, zum anderen findet der Baum auch nur wenig Beachtung, weil die Früchte sehr sauer und „holzig“ schmecken. Bei kleinen Säugetieren und Vögeln stehen die Früchte des Wildapfelbaums jedoch hoch im Kurs – die kleinen „Holzäpfelchen“ stehen bei vielen Tieren auf dem Speiseplan. Daher unser Vorschlag: Warum nicht am 25. April, am „Tag des Baumes“ einen Wildapfelbaum pflanzen? An sonnigen bis halbschattigen Plätzen, auf nicht vollständig bewirtschafteten Wiesen oder an Waldrändern, fühlt sich der Wildapfel besonders wohl.

Illustration Wildapfel (GFDL by Kurt Stueber)

Illustration Wildapfel (GFDL by Kurt Stueber)

20. / 21. April: Aktionstag im Natur-Info-Center in der Wilhelma

Das Natur-Info-Center im zoologisch-botanischen Garten „Wilhelma“ in Stuttgart ist in diesem Jahr an mehreren Tagen für Besucher geöffnet. Im Rahmen von Aktionstagen werden Mitmachaktionen sowie Wissenswertes über unsere heimische Flora und Fauna geboten. Nächster Termin ist am kommenden Wochenende – am besten schon jetzt ganz dick im Kalender anstreichen:

Aktionstag im Natur-Info-Center in der Wilhelma
am: 20. und 21. April 2013
Thema: Biologische Vielfalt im Siedlungsraum – Nisthilfen für Vögel

Das Natur-Info-Center befindet sich in der Nähe des Schaubauernhofs.
Wir heißen Sie herzlich willkommen!

Fragen und Antworten zum Artenschutz: Amphibienwanderung

Warum wandern Amphibien?
Amphibien leben zwischen Wasser und Land. Während für die ersten Entwicklungsstadien – Eier und Kaulquappen – Tümpel und Teiche notwendig sind, verbringen die erwachsenen Tiere ihre Zeit in der Regel an Land in feuchter Umgebung. Größere Wanderungen erfolgen zwischen Winterquartier, Laichgewässer und Sommerquartier. Erdkröten etwa legen im Durchschnitt Strecken zwischen 500 und 1500 m zurück.

Zu welchen Zeiten?
Frühjahrswanderung: erwachsene Amphibien wandern vom Überwinterungsquartier zum Laichgewässer. Mit Temperaturen über 4°C und feuchter Witterung beginnt die Krötenwanderung im Februar/März.
Jungfrosch-Wanderung in den Sommermonaten: Abwanderung der Jungtiere vom Laichgewässer in die nähere Uferregion, kann mehrere Monate andauern. Manchmal verlassen die Tiere nach Gewitterregen zu Hunderten und Tausenden das Laichgewässer.
Herbstwanderung: Wenn die Nachttemperaturen unter 5°C fallen, setzt die Rückwanderung der Amphibien von den Laichgewässern zu den Winterquartieren ein.

Wie kann man helfen?
Melden Sie sich bei einem ortsansässigen Naturschutzverein oder bei der Gemeindeverwaltung und fragen Sie nach lokalen Aktionen zum Schutz der Amphibien, z.B. Aufstellen von Krötenzäunen o.Ä.
Helfen Sie während der Wanderungszeiten Kröten und Fröschen aus den Straßengullys.
Beachten Sie als Autofahrer Straßenschilder, die auf Krötenwanderung hinweisen und halten Sie Geschwindigkeitsbegrenzungen ein. Am besten sie meiden Straßenabschnitte mit Amphibienwechsel, auch wenn Sie dann einen kleineren Umweg fahren müssen. Achten Sie auf Personen, die Kröten über die Straße tragen, und nehmen Sie Rücksicht.

Was kann helfen?
Das von der Umweltakademie Baden-Württemberg initiierte Landesnetzwerk Biodiversität umfasst rund 700 aktive Ansprechpartner für den Schutz von Amphibien, Reptilien, Bibern, Fledermäusen, Hornissen- und anderen Wespen. Diese ehrenamtlichen Multiplikatoren werden durch die unteren Naturschutzbehörden der Stadt- und Landkreisverwaltungen in Baden-Württemberg vermittelt. Auch Sie können sich engagieren!

Weitere Informationen:
http://www.umweltakademie.baden-wuerttemberg.de