Archive for Juni 2013

Sonntag, 30. Juni: Aktionstag im Natur-Info-Center in der Wilhelma

Am kommenden Sonntag wird im Rahmen des Aktionstages „Hornissen – friedfertige Jäger der Lüfte“ die spannende Welt der Hornissen präsentiert. Ein Hornissen-Experte informiert, wie man sich Hornissen und Wespen gegenüber verhalten sollte und wie man die Tiere besser schützen kann.

Aktionstag im Natur-Info-Center in der Wilhelma
am 30. Juni 2013
von 11.00 bis 16.30 Uhr
Veranstaltungsort ist das Natur-Info-Center in der Nähe des Schaubauernhofs.
Wir heißen Sie herzlich willkommen!

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Hecken sind wichtige Brutreviere

Hecken und Büsche begrenzen nicht nur Grundstücke, sie sind auch Rückzugsräume und Nistgelegenheiten für die heimische Vogelwelt. Im dichten, schattigen Blattwerk brüten derzeit Amseln, Grün- und Buchfinken. Die Zweige sollten daher keinesfalls zu früh gestutzt werden, da sie den Tieren Schutz und Deckung bieten.

Die meisten heimischen Vogelarten brüten bis Ende Juli, einzelne Arten sind aber auch bis in den August hinein mit der Aufzucht ihrer Brut beschäftigt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verschiebt den Heckenschnitt ganz einfach auf den Spätsommer.

Fachseminar der Landesumweltakademie beleuchtet Bedeutung von Bürgergärten

Zum Thema »Urbane Grünstrukturen: Ökologische Zierleisten oder lebendiges Natur- und Kulturerbe?!« führte die Umweltakademie des Landes am 6. Juni 2013 in Vaihingen/Enz eine ganztägige, landesweite Veranstaltung durch. Partner des Seminars war der schwäbische Heimatbund e.V.

Beim Seminar wurde deutlich, dass der Erhalt und die Fortentwicklung von urbanen Lebens- und Erlebnisräumen ein wichtiger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, Umwelt- und Lebensqualität im Heimatraum sei. Grüne Infrastruktur – ob Brachflächen, naturnahe Uferabschnitte, Gärten oder Parkanalagen – fügen sich im Idealfall zu einem großen Ganzen und sichern den Städten und Gemeinden dauerhafte Standortvorteile und einen nicht zu unterschätzenden Imagegewinn. Insbesondere historische Grünstrukturen – wie etwa die Vaihinger Bürgergärten – seien dabei ein wertvolles Kapital, das zur Verknüpfung von Natur und Kultur mehr für die nachhaltige Stadtentwicklung genutzt werden könnte. „Alte Strukturen erkennen und neu zu definieren und nachhaltig fortzuentwickeln ist ein wichtiger Aspekt nachhaltiger Stadt- und Landschaftsplanung“, so Claus-Peter Hutter, Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg.

Beim Schwerpunktseminar im historischen Rathaus von Vaihingen/Enz brach Professor Alfons Elfgang von der Universität Stuttgart eine Lanze für die Einbeziehung historischer Strukturen in die Stadtentwicklung. Die Unverwechselbarkeit solcher Orte, die solchen Gärten innewohnt, seien Alleinstellungsmerkmale einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die vielfach noch unterschätzt sei.

Überall im Land Baden-Württemberg entdecken Bürgerinnen und Bürger ihren Heimatraum neu. Nach dem Globalisierungshype der letzten Jahre erkennen viele, dass weltoffenes Handeln einfacher ist, wenn man sich seiner Wurzeln und seiner Herkunft bewusst ist, so die Umweltakademie. Vielerorts haben Menschen begonnen, scheinbar Nutzloses neu zu entdecken, zu interpretieren und in Wert zu setzen, betont Karin Blessing von der Umweltakademie Baden-Württemberg. Bei der Wertbestimmung und Wertentwicklung urbaner Grünstrukturen spielen auch Aspekte der Bewahrung des Kultur- und des Naturerbes eine große Rolle. Im Seminar verdeutlichte der Landschaftsarchitekt Patrick Pauli von der Universität Freiburg, welches lebendige Kulturerbe in historische Gärten und Parkanlagen stecke und oft erst erkannt werde wenn es zu spät sei. Akademieleiter Claus-Peter Hutter nahm das Naturerbe unter die Lupe. Oft sind urbane Grünstrukturen wie Gärten, Parks und anderes privates wie öffentliches Grün wertvolle Refugien für artenreiche Gesellschaften der Tier- und Pflanzenwelt, wenn die Gartenbesitzer mit und nicht gegen die Natur wirtschaften. Hier finden Vögel wie der inzwischen selten gewordene Gartenrotschwanz ebenso einen Lebensraum wie Fledermäuse, Siebenschläfer und andere Kleinsäuger.

Artenreiche Wiesenstücke sind Grundlage für eine reiche Insektenfauna, oder anders gesagt: Wer Schmetterlinge im Garten beobachten will, darf die Wiese nicht vor dem Blühen abmähen.

Auf die Spuren der Geschichte begaben sich die Seminarteilnehmer am Nachmittag unter fachkundiger Führung von Knut Berberich, der für die Stadt Vaihingen bereits seit mehreren Jahren durch die Bürgergärten an der Enz führt. Die Seminarteilnehmer waren sich einig, dass dieses Grünensemble ein besonderes historisches wie ökologisches Kleinod sei. Erstaunt war man, dass die Existenz dieser Vaihinger Bürgergärten bis zurück in das frühe Mittelalter nachweisbar sei. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle historischer Bürgergärten als lebendiges Natur- und Kulturerbe für die Vermittlung von Heimatidentität, Nachhaltigkeit sowie breites Umwelt- und Naturverständnis. Gärten seien ideale außerschulische Lernorte, die zur Bewusstseinsbildung für Naturbewahrung, Umweltvorsorge und nachhaltige Entwicklung genutzt werden könnten. Vom Schaugarten bis zum Schulgarten sei da viel vorstellbar. Man dürfe das Rad der Gartengeschichte nicht einfach zurückdrehen, sondern verantwortungsvoll nach vorne bewegen.

Fachseminar der Umweltakademie zum Thema Bürgergärten in Vaihingen/Enz

Fachseminar der Umweltakademie zum Thema Bürgergärten in Vaihingen/Enz

21. Juni: Nachhaltigkeits-Tour macht Station in Ulm

Nach einer tollen Veranstaltung bei schönstem Sommerwetter in Heidelberg macht die Nachhaltigkeits-Tour am kommenden Freitag, den 21.06.2013 Station in Ulm. Von 15.00 bis 20.00 Uhr wird der Ulmer Münsterplatz zum „Markt der Möglichkeiten“. Wieder mit dabei: Die Umweltakademie Baden-Württemberg, die mit einem Informationsstand über Nachhaltigkeit im Garten informiert.

InspiratioN – die Nachhaltigkeits-Tour
Freitag, 21. Juni
von 15.00 bis 20.00 Uhr
Ulm, Münsterplatz

Im Anschluss an den Markt der Möglichkeiten findet im Stadthaus Ulm ab 20.00 Uhr die Abendveranstaltung unter dem Motto „InspiratioN! – Pioniere des Wandels“ statt. Auf Ihre Teilnahme freuen wir uns!

Ganz Baden-Württemberg und fast 1 Milliarde Jahre alte Erdgeschichte im neuen „GeoKoffer!

Baden-Württemberg ist ein rohstoffreiches Land; es ist reich an Sand und Kies, Kalk, Granit und Gips, die aus heimischen Lagerstätten gewonnen werden. Wichtige Rohstoffe also, die sich überall in unserem Alltag wiederfinden: Von der Zahncreme, über das morgendliche Toastbrot bis hin zum Straßen- und Häuserbau – nichts kommt ohne die heimischen Ressourcen aus. „Diese Rohstoffe sind im Alltag selbstverständlich, aber nur wenige wissen, wie sie entstanden sind und wie sie gewonnen werden“, so Umweltminister Franz Untersteller. Genau an diesem Punkt setzt das Projekt „GeoKoffer“ an.

Fast 1 Milliarde Jahre alte Erdgeschichte findet sich in der Landschaft Baden-Württembergs auf einer Ausdehnung von 280 km Länge und 210 km Breite …und alles passt in einen GeoKoffer! Entwickelt vom Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE) in Zusammenarbeit mit der Umweltakademie Baden-Württemberg enthält dieser Koffer alles, was es über die heimische Gesteinswelt zu erfahren gibt. „Mit dem Geokoffer wird die breite Vielfalt, nicht nur der Oberfläche, sondern der gesamten Süddeutschen Schichtstufenlandschaft im wahrsten Sinne des Wortes fassbar gemacht“ betonte Minister Untersteller. „Vom Granit des Südschwarzwalds, über den Buntsandstein des Nordschwarzwalds und Odenwalds, den Muschelkalk des Neckartals, den Keuper des Strombergs und der schwäbisch-fränkischen Waldberge bis zu den Juraschichten der Schwäbischen Alb liefert der Untergrund eindrucksvolle Zeugnisse der Erdgeschichte“ so Untersteller.

„Trotz noch nie dagewesener Informationsmöglichkeiten wissen Kinder, Jugendliche und auch viele Erwachsene immer weniger über Natur und ökologische Zusammenhänge“, betonte Untersteller und unterstrich, dass die Zusammenführung von geologischem Grundlagenwissen mit Erkenntnissen der Umweltvorsorge letztendlich nicht nur dem Bodenschutz sondern auch dem Grundwasser-, Erosions- und Oberflächenwasserschutz zu Gute kommen.

Am ISTE-Projekt „GeoKoffer“ habe man sich gerne als Kooperationspartner beteiligt, so Claus-Peter Hutter, Leiter der Landesumweltakademie Baden-Württemberg, da es sowohl Grundlagenkenntnisse zur Natur und Kultur vermittle, als auch zum selbst aktiv werden auffordere und vor allem Wissen ohne erhobenen Zeigefinger im Bereich geologischer Vielfalt vermittle.

Präsentiert wurde der „GeoKoffer“ im „Königshäusle“ des herzoglichen Weinbergs in Mundelsheim mitten im Steillagenweinberg und der Terrassenlandschaft aus heimischen Muschelkalksteinen. Eine überwältigende Naturkulisse, um auf dieses außergewöhnliche Projekt aufmerksam zu machen.

Herzog Michael von Württemberg, Chef des herzoglichen Weinguts sowie der Mundelsheimer Bürgermeister Holger Haist ließen es sich denn auch nicht nehmen, den Umweltminister und die Projektpartner persönlich zu begrüßen. Das Haus Württemberg bekennt sich ganz ausdrücklich zum Erhalt und zur Bewirtschaftung, der aus Muschelkalk terrassierten Weinberge an der Neckarschlaufe und leistet ebenso wie die vielen Wengerter aus Mundelsheim einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt dieser Kulturlandschaft.

Besonders klasse: Der Industrieverband Steine und Erden verlost 10 x 1 GeoKoffer im Wert von je 700.- Euro an Schulen in Baden-Württemberg. Die Gewinnziehung findet am 9. Oktober 2013 im Rahmen der Baustofftage 2013 in Filderstadt durch Herrn Ministerialdirektor Helmfried Meinel, vom Umweltministerium und Herrn Ministerialdirektor Rolf Schumacher vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft statt. Sämtliche Schulen Baden-Württembergs können sich an der Verlosung beteiligen. Wir drücken die Daumen und wünschen viel Erfolg!

Foto (vlnr): Claus-Peter Hutter, Holger Haist, Peter Röhm, Thomas Beißwenger, Minister Franz Untersteller und Herzog Michael von Württemberg.

Foto (vlnr): Claus-Peter Hutter, Holger Haist, Peter Röhm, Thomas Beißwenger, Minister Franz Untersteller und Herzog Michael von Württemberg.

Übrigens: Der Sender L-TV Landesfernsehen hat am vergangenen Freitag in einem Beitrag den Geo-Koffer vorgestellt. Über nachfolgenden Link können Sie den TV-Bericht aufrufen: http://l-tv.de/webtvplayer/?clipnameid=4478

LTV_GeoKoffer_1

LTV_GeoKoffer_3

LTV_GeoKoffer_4

LTV_GeoKoffer_5

Tolle Resonanz & prominente Gäste: Umweltakademie-Ausstellung in Heidelberg

Im Rahmen des Akademiebeitrags zum Nachhaltigkeitstag am 16.06.2013 in Heidelberg und anlässlich der „Nachhaltigkeitstour Baden-Württemberg“ informierten sich Ministerin Theresia Bauer und Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner vor Ort über die Ausstellung „Obstwiesen – Natur und Kultur geben sich die Hand“ der Umweltakademie.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Brigitte Schindzielorz (Umweltakademie Baden-Württemberg) und Ministerin Theresia Bauer im Naturerlebniszelt der Umweltakademie (vlnr)

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Brigitte Schindzielorz (Umweltakademie Baden-Württemberg) und Ministerin Theresia Bauer im Naturerlebniszelt der Umweltakademie (vlnr)

Bei Wespen ist Panik fehl am Platz

Die Temperaturen steigen – und damit auch der Bestand an Wespen. Panik vor den nun wieder häufiger auftretenden Tieren wäre jedoch fehl am Platz. Weil über die Lebens- und Verhaltensweisen von Wespen nur wenige Menschen Bescheid wissen, wird den schwarz-gelben Insekten häufig mit der Fliegenklatsche nachgestellt. Mit fatalen Folgen: Wespen zählen mittlerweile zu den bedrohten Tierarten.
 
Mit einem flächendeckenden Netzwerk von Fachberatern zu Hornissen- und Wespenfragen für ganz Baden-Württemberg möchten wir diesem Trend entgegen wirken, aufklären und Fragen beantworten. Hornissen- und Wespenfachberater werden über die unteren Naturschutzbehörden der Stadt- und Landkreise vermittelt.

Weitere Informationen auch unter www.umweltakademie.baden-wuerttemberg.de

Echte Wespe (Foto: Jon Sullivan of PDPhoto.org)

Echte Wespe (Foto: Jon Sullivan of PDPhoto.org)