Archive for Juli 2013

1. August: „Faszination Ökosystem“ im Natur-Info-Center in der Wilhelma

Der Wald stellt einen Lebensraum mit weit verzweigten Nahrungsnetzen und komplexen Kreisläufen dar. Begeben Sie sich auf eine spannende Spurensuche und entdecken Sie die Verflechtung von Tieren und Pflanzen. Los geht‘s heute (1. August) um 11.00 Uhr, Treffpunkt ist das „Natur-Info-Center“ in der Stuttgarter Wilhelma.

Aktionstag „Faszination Ökosystem – Naturzusammenhänge unseres Waldes entdecken“
am 1. August 2013 von 11.00 bis 16.30 Uhr im Natur-Info-Center in der Nähe des Schaubauernhofs.

Waldweg

Foto: © Inga Nielsen – fotolia.com

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Tour de Ländle – Tag 4

Jeden Tag aufs Neue werden die Radler mit vielen Naturerlebnissen überrascht – entlang der Strecke und an den Haltepunkten. Wie auch in den vergangenen Tagen wurde heute am „Logenplatz Natur“, der Präsentation der Umweltakademie Baden-Württemberg, wieder ein spannendes Programm geboten.

Gleich am ersten Haltepunkt in Rechenberg hatten die Teilnehmer ein Rendezvous mit einem Biber. Der Naturschutzbeauftragte und Biber-Fachmann Kurt-Eugen Kurz berichtete Spannendes, Kurioses und Wissenswertes über die scheuen Tiere. Am zweiten Haltepunkt in Dinkelsbühl wurden die Teilnehmer von Fischzuchtmeister Karl Wiesinger in die Welt der Fische entführt. Lebende Prachtexemplare konnten bestaunt und Erstaunliches über deren Lebensweise erfahren werden.

Ein Highlight erwartete die Teilnehmer der Tour de Ländle am Schloss Ellwangen. Sage und schreibe sechs verschiedene Rassepferde wurden dort vorgestellt. Fachleute erläuterten, wie die Pferdewirtschaft zum Erhalt der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft beiträgt.

Die vielfältigen Programme an den Haltepunkten und die abendfüllenden Veranstaltungen an den Etappenorten machen die „Tour de Ländle“ zur abwechslungsreichsten und gleichzeitig informativsten Radtour in ganz Deutschland!!

Endlich Sommerferien! Unser Tipp: Am Dienstag, 30. Juli den Aktionstag im Natur-Info-Center in der Wilhelma besuchen

Mit der Zucht von Nutztieren prägt der Mensch seit Jahrhunderten die Landschaften. Durch externe Beweidung sind besondere Kulturlandschaften, beispielsweise die Wacholderheiden, entstanden. Im Laufe der Jahre hat sich die Nutztierhaltung stark verändert – bei einer fachkundigen Führung über den Schaubauernhof werden dieser und viele weitere interessante Aspekte beleuchtet. Kinder können Tierbilder basteln und mit Federn einen schönen Haarschmuck zaubern.

Aktionstag im Natur-Info-Center in der Wilhelma
am 30. Juli 2013
von 11.00 bis 16.30 Uhr
Thema: Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft – Nutztiere früher und heute

Das Natur-Info-Center befindet sich in der Nähe des Schaubauernhofs.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Tour de Ländle: Furioser Auftakt am „Logenplatz Natur“

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Aufbau in Ladenburg: Mit der Umweltakademie Baden-Württemberg als Partner dreht sich bei der diesjährigen „Tour de Ländle“ alles um das Naturerlebnisland Baden-Württemberg.

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Schicker Blickfang: die „Logenplatz Natur“ Liegestühle.

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Keine Frage: Die Präsentation der Umweltakademie Baden-Württemberg macht eine gute Figur.

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Kurz nach 9 Uhr: Die ersten Teilnehmer der Mega-Radtour treffen in Ladenburg ein.

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Kaum entdeckt, wird der „Logenplatz Natur“ von den Radlern in Beschlag genommen.

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Mit einem Grußwort heisst Rainer Ziegler, Bürgermeister der Stadt Ladenburg, alle Teilnehmer herzlich willkommen.

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Bestens unterhalten: Das Programm der Umweltakademie findet beim Publikum grossen Anklang.

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Ein Auftakt nach Mass! Auf zum nächsten Haltepunkt…

„Tour de Ländle“ …jetzt geht‘s los!

Raus aufs Rad und rein in die Natur: Ab morgen strampeln die SWR-Radler mehr als 500 Kilometer quer durch Baden-Württemberg – von Weinheim ganz im Norden bis nach Stockach. An allen Haltepunkten wird die Umweltakademie auf die Natur am Wegesrand aufmerksam machen und spannende Informationen über das „Naturerlebnisland Baden-Württemberg“ präsentieren. Gemeinsam mit vielen Akteuren machen wir die „Tour de Ländle“ zur „NaturTour“.

Schauen Sie doch ganz einfach vorbei – an allen Etappenzielen werden ein buntes Programm, Informationen und erstklassige Livemusik geboten. Die Etappenziele im Überblick:

• Samstag, 27. Juli 2013: Eberbach
• Sonntag, 28. Juli 2013: Bad Mergentheim
• Montag, 29. Juli 2013: Crailsheim
• Dienstag, 30. Juli 2013: Aalen
• Mittwoch, 31. Juli 2013: Ehningen
• Donnerstag, 1. August 2013: Mengen
• Freitag, 2. August 2013: Stockach

Weitere Informationen: http://www.swr.de/tour

„Logenplatz Natur“ auf der Tour de Ländle

Natur und Umwelt in den Mittelpunkt der „Tour de Ländle“ zu stellen, ist erklärtes Ziel der Umweltakademie Baden-Württemberg – dem diesjährigen Premiumpartner der Mega-Radtour. Vogelstimmen raten am Waldrand, plätschernde Bäche und ihre oft skurrile Lebewelt erkunden, über blumenbunte Wiesen staunen und ganz spielerisch unserer faszinierenden Natur näher kommen. Dies alles und noch viel mehr erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „NaturTour de Ländle 2013“ an den einzelnen Haltepunkten. Am „Logenplatz Natur“ – einer festen Einrichtung an jedem Haltepunkt der Tour – erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessante Geschichten aus dem Naturerlebnisland Baden-Württemberg.

„Die Radfahrer der NaturTour de Ländle sind eine wichtige Zielgruppe in Sachen Umweltbildung und gleichzeitig sind sie Botschafter, wenn es darum geht, das Thema Natur und Landschaft in die Gesellschaft hineinzutragen“ so Claus-Peter Hutter, Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg. Nirgendwo sonst liegen ganz unterschiedliche Lebensräume so nahe beieinander wie in Baden-Württemberg. Natur und Kultur geben sich vielfach die Hand. Baden-Württemberg, das ist Deutschland und Europa im Kleinformat. Bis auf die offene See und das Hochgebirge finden sich hier alle Landschaftstypen. Diese Vielfalt zu entdecken und zu erleben ist Grundlage dafür, unsere Ökosysteme zu verstehen.

„Nur wer Natur kennt, kann auch Umwelt schützen und ist bereit, sich für nachhaltige Entwicklung zu engagieren“ betont Claus-Peter Hutter. Deshalb setzt die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg zusammen mit vielen Partnern auf breite Umweltbildung. Ab dem kommenden Wochenende sind die Radler eingeladen, auf der NaturTour de Ländle unser Naturerlebnisland mit seinen unterschiedlichen Facetten näher kennen zu lernen.

Viele spannende und unterhaltsame Naturerlebnisse warten auf die Radler und die Besucher der Tour de Ländle. Diese werden dann an den jeweiligen Haltepunkten und Mittagsrasten am „Logenplatz Natur“ von der Umweltakademie im Zusammenwirken mit einer Vielzahl von Akteuren in Szene gesetzt. „Logenplatz Natur“ ist eine Arena, die an allen Haltepunkten und Mittagsrasten aufgebaut wird und neugierig auf Natur mit all ihren Facetten machen soll.

Das Programm im Überblick:

Samstag, 27.07.2013 „Von Wassermännern, Kalksteinen und Waldparadiesen“
Die Themenschwerpunkte reichen vom Heimatfluss Neckar über Muschelkalk als Grundlage der heutigen Zementindustrie bis hin zu Bäumen als die repräsentativen Vertreter des Odenwaldes.

Sonntag, 28.07.2013 „Von Obstgärten, Äpfeln und anderen Früchtchen“
Herrliche Obstwiesen, auf denen sich Natur und Kultur die Hand geben, sind Themenschwerpunkte an diesem Tag. Der Lebensraum Obstwiese mit seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt steht ebenso im Fokus wie die Produkte der Obstwiese. Alles dreht sich um Apfel und Co. und was jeder Einzelne für den Schutz der Obstwiesen tun kann. An der Mittagsrast in Osterburken wird über die dort allgegenwärtigen Römer die Natur thematisiert.

Montag, 29.07.2013 „Von Mohrenköpfen, Mundart und Tonkünstlern“
Hohenlohe ist das Bauernland zwischen romantischen Flusstälern, Feldern und Obstgärten. Die fruchtbare Hohenloher Ebene, wo sich Kornfelder, Kartoffel- und Rübenäcker, einzelne Streuobstwiesen und traditionsreiche und geschichtsträchtige Ansiedlungen zu einem beeindruckenden Landschaftsmosaik fügen, sind die „Mohrenköpfle“ – das Schwäbisch-Hällisches Landschwein – zu Hause. Als Symbol für eine nachhaltige Landbewirtschaftung sind sie im Fokus des Tourtages. Im Zentrum der Mittagsrast steht das Herrenhaus Buchenbach, das Wissen über die Natur, Landschaft und Landwirtschaft im Heimatraum vermittelt.

Dienstag, 30.07.2013 „Von Biberburgen, Karpfenteichen und Pferdestärken“
An diesem Tag radeln die Tourteilnehmer durch unterschiedliche Landschaften: durch Keuperlandschaft bei Stimpfach, in Richtung Frankenhöhe bei Dinkelsbühl, um dann über Ellwangen auf die östliche Schwäbische Alb zu gelangen. Damit hat der Logenplatz Natur ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Eine Erfolgsstory des Naturschutzes ist die Rückkehr der Biber, deren Werk man insbesondere in der Umgebung von Stimpfach gut beobachten kann. In Dinkelsbühl wird der Fokus auf die traditionelle Teichwirtschaft mit ihrer vielschichtigen Flora und Fauna der Stillgewässer gelegt. In Ellwangen dreht sich alles um Pferde und Grünland.

Mittwoch, 31.07.2013 „Von Höhlen, Schafen und Quelljungfern“
Karge, landwirtschaftlich genutzte Hochflächen, artenreiche Laubwälder, Trockenrasen sowie nicht minder interessante Trockentäler prägen die Schwäbische Alb, den markantesten Teil des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes. Die Schwäbische Alb ist aber auch das größte Karstgebiet Mitteleuropas und so gibt es zahlreiche Karsterscheinungen zu bestaunen, welche auf die Wasserlöslichkeit des Kalks zurück zu führen sind. Dazu gehören zahlreiche Höhlen, Dolinen, Karstquellen aber auch Trockentäler und Felsspalten. Wacholderheiden sind das Ergebnis alter Schafweidetradition, ebenfalls typisch für die Schwäbische Alb. Heute bergen diese Flächen viele botanische Kostbarkeiten. Kalk, Karst und Küchenschellen sind demnach die Schwerpunktthemen dieser Etappe.

Donnerstag, 01.08.2013 „Von Klapperstörchen, Moorrädern und Keltenfürsten“
Zahllose Seen, Riede, Moore, Toteislöcher und Moränenwälle in Oberschwaben – dem Land zwischen Allgäu und Donau – sind Zeugen mehrerer Vergletscherungsphasen, in denen der Eispanzer zeitweise bis zur Donau reichte. Moränen, das sind die Ablagerungen der Gletscher: Gemenge aus Sand, Lehm, Schotter und großen Gesteinsbrocken: Von Wasser und Eis transportiert, gerundet und wieder abgelagert. Hügelige Landschaften sind das Ergebnis der letzten Eiszeit (Jungmoränenlandschaft), flachwellige Landschaften dagegen das Ergebnis früherer Eiszeiten, die vom letzten Gletscher eingeebnet wurden. Die eiszeitlich sanft geformte Landschaft birgt neben einer Vielzahl von spektakulären Landschaftstypen auch ein großes Kulturerbe, das eng mit dieser Landschaft verknüpft ist. Somit sind die Störche als Symboltiere der Feuchtgebiete Oberschwabens ebenso im Fokus, wie die jungsteinzeitlichen Funde im Federseeried oder die Kelten auf der Heuneburg.

Freitag, 02.07.2013 „Von Seen, Sanden und anderen Eiszeitwelten“
Die vom Gletscher transportierten und abgelagerten Schotter sind die Basis der Kiesbaggerei. Baggerseen, die sich zu hervorragenden Naturparadiesen entwickelt haben, oder zu Naherholungszentren für die Menschen wurden, stehen am diesem Tag im Mittelpunkt. Stillgewässer, Wassergüte, Wasservögel und anderes mehr sind die Stichworte des Tages.

Weitere Informationen: www.swr.de/tour‎

Wir wünschen viele spannende Entdeckungen und eine erlebnisreiche „Tour de Ländle 2013“!

Signet NaturTour

Spiegel Online: „Schmetterlingsbestände im Sinkflug“

Ein Thema, auf das wir im Rahmen der Arbeit der Umweltakademie seit vielen Jahren hinweisen, wird aktuell auf Spiegel Online aufgegriffen. Unter dem Titel „Schmetterlingsbestände im Sinkflug“ wird über den dramatischen Rückgang von Schmetterlingen und Faltern informiert und hierbei auf einen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) verwiesen:

„… Typische Wiesen-Schmetterlinge werden immer seltener. Innerhalb von 20 Jahren ist in Europa fast die Hälfte dieser Falter verschwunden … „Wir müssen die Bedeutung dieser Schmetterlinge und anderer Insekten anerkennen“, sagt EUA-Chef Hans Bruyninckx. „Die Bestäubung, die sie leisten, ist entscheidend für das natürliche Ökosystem und die Landwirtschaft.“

Getreu unserem Motto „Nur was man kennt, schützt man auch“ haben wir am vergangenen Wochenende die zweitägige Veranstaltung „Auf Abenteuerreise mit den Faltern“ durchgeführt und ausführlich über die bunten Sympathieträger informiert. Tipps für Schutzmassnahmen, die man im eigenen Garten leisten kann, veröffentlichen wir ebenfalls regelmässig. Das Bewusstsein für den Stellenwert von Schmetterlingen und Insekten muss weiterhin intensiv gefördert werden – schön, dass die Medien dieses wichtige Thema endlich aufgreifen.

Zum Spiegel-Artikel:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/bestaende-von-wiesen-schmetterlingen-schwinden-europaweit-a-912617.html