Archive for Oktober 2014

Seminarabend: „EU-Umweltpolitik verstehen“

Gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Landesverband Baden-Württemberg veranstaltet die Umweltakademie am Donnerstag, 6. November 2014 einen spannenden Informationsabend zum Thema „EU-Umweltpolitik verstehen: ein Wegweiser durch den Zuständigkeits- und Regelungs-Dschungel“

Der Seminarabend im Stuttgarter Akademiehaus zum Thema »EU-Umweltpolitik verstehen« gibt einen Überblick über die Umweltarbeit der Europäischen Union und deren Auswirkungen auf Bund und Land. Ziel ist es, gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten des Abends politische Strukturen, Zuständigkeiten und Hierarchien der europäischen Umweltpolitik zu erläutern sowie die zuständigen Gremien vorzustellen und über aktuelle umweltpolitische Handlungsfelder zu informieren.

Was: Seminarabend „EU-Umweltpolitik verstehen: ein Wegweiser durch den Zuständigkeits- und Regelungs-Dschungel“

Wann: Donnerstag, 6. November 2014, 18.30 bis 21.00 Uhr

Wo: Haus der Umweltakademie Baden-Württemberg, Dillmannstr. 3, 70193 Stuttgart

Wer:

  • Berthold Frieß, Fraktionsgeschäftsführer der Fraktion GRÜNE im Landtag von Baden-Württemberg
  • Lutz Ribbe, Direktor der Naturschutzpolitischen Abteilung der Stiftung Euronatur und Mitglied im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss
  • Mareike Schiffko, Referentin des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU in Brüssel
  • Martin Große Hüttmann, Politikwissenschaftler an der Universität Tübingen

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei

Anmeldung: bitte bis zum 3. November 2014

Einladung Seminarabend ‚EU Umweltpolitik verstehen‘

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Workshop „Plastik: Fluch oder Segen?“

Am Mittwoch, 29. Oktober 2014 veranstaltet die Umweltakademie Baden-Württemberg gemeinsam mit der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit der Heidehofstiftung einen Workshop zum Thema „Plastik: Fluch oder Segen? Nachhaltig leben mit und ohne Plastik“.

Zielgruppe sind Vertreter unterschiedlicher Bildungseinrichtungen, und sein Ziel ist es, den Teilnehmern ein größeres und umfassenderes Bild von Nachhaltigkeit zu vermitteln.

Die Referenten zeigen den Teilnehmern, welche Wege Plastik geht, und wie man Kinder für dieses Thema sensibilisieren kann. Eine der Referentinnen lebt seit zwei Jahren Plastik-frei. Sie zeigt, wie das in unserer kunterbunten Plastikwelt möglich ist, und zeigt Alternativen für Alltag und Einrichtungen auf.

Was: Workshop „Plastik: Fluch oder Segen? Nachhaltig leben mit und ohne Plastik“

Einladungsflyer Workshop Plastik 29Okt2014

Wann: Mittwoch, 29. Oktober 2014, 9.00 bis 17.00 Uhr

Wo: Naturinfozentrum Hungerberg Casa Mellifera in Ludwigsburg

Anfahrtsbeschreibung Hungerberg

Kosten: Teilnahme und  Verpflegung sind kostenlos

 

 

 

Unser Tipp zum Wochenende: Laub nicht komplett entsorgen

Wer sich an diesen schönen Herbsttagen daran macht, den Garten winterfest zu machen, der hat alle Hände voll zu tun. Das Laub der Bäume und Sträucher liegt am Boden, die letzten Pflanzen müssen noch geschnitten werden, empfindliche Stauden müssen vor der kommenden Kälte geschützt werden.

Laubhaufen (Foto: © dieter76 - Fotolia.com)

Laubhaufen (Foto: © dieter76 – Fotolia.com)

Die Umweltakademie rät allen Hobbygärtnern, das Laub von Bäumen und Gehölzen nicht komplett zu entsorgen, sondern als Mulch zu nutzen. Vielmehr kann das Laub unter Gehölzen und Hecken einfach liegen bleiben, weil es die Pflanzen auf diese Weise hervorragend vor der bitteren Winterkälte schützt. Und: Das Laub versorgt den Boden nachhaltig mit allem, was er braucht. Denn das Laub wird zersetzt, und die Nährstoffe kommen so direkt den Pflanzen wieder zugute.

Die Umweltakademie Baden-Württemberg wünscht Ihnen ein schönes Wochenende in freier Natur!

Buchtipp: Das Schweigen der Wälder

Reden kann man viel über die Zerstörung der Urwälder etwa in Malaysia und Indonesien. Der 1959 geborene Fotograf Olaf Otto Becker aus Travemünde aber gibt dem Drama nun ein eindrucksvolles Gesicht. In seinem Bildband „Reading the Landscape“ (Verlag Hatje-Cantz, 160 Seiten, 85 Abbildungen, 68 Euro) zeigt er im ersten Teil zunächst wunderbare Urwälder mit langen Lianen, einem sich zwischen Bäumen durchschlängelnden Fluss, eine Nahaufnahme von winzigen Pilzen und leuchtenden Blüten. Im zweiten Teil dokumentiert er aber auch die Zerstörung der idyllischen Waldlandschaft. Statt sattem Grün dominiert nun braune Erde die Bilder; totes Holz stapelt sich vor dem Urwald. Palmöl-Plantagen entstehen auf den einst von tropischem Urwald bedeckten Flächen, Papierkonzerne siedeln sich auf den ehemaligen Sumpfurwäldern an. Mit diesem eindrucksvollen Bildband dokumentiert Becker schonungslos die Rodung und die Zähmung einst wilder Natur.

Buchcover "Reading the Landscape"

Buchcover „Reading the Landscape“

Olaf Otto Becker: Reading the Landscape, Verlag Hatje-Cantz, 160 Seiten, 85 Abbildungen, 68 Euro

Tipp für ein verregnetes Wochenende

Sie wissen noch nicht, was Sie an diesem vermutlich recht verregneten Wochenende anstellen sollen? Wir haben eine tolle Idee für Sie: Schauen Sie doch einfach in unserer ganz neu eröffneten Ausstellung „Expedition Heimische Natur“ im Akademie-Natur-Info-Center in der Wilhelma vorbei! Dort haben Sie und Ihre Kinder viele Möglichkeiten, die Themen Hecken und Feldgehölze und die darin lebenden Tiere einmal von einer ganz neuen Seite kennenzulernen.

Ausstellungsraum

Ausstellungsraum

Spezielle, auf die Perspektive von Kindern eingerichtete Artenportraits, die mit individuell beschrifteten Schiebetafeln („Kennst du mich?“) versehen wurden, sprechen die Neugierde und den Entdeckergeist der jungen Besucher an. Und in einem eigens installierten Ideen-Briefkasten werden Vorschläge gesammelt, von der Umweltakademie ausgewertet und ausgewählte Antworten dann im Ausstellungsraum publiziert.

v.l.n.r.: Akademieleiter Claus-Peter Hutter, Wilhemachef Thomas Kölpin, Umweltminister Franz Untersteller

v.l.n.r.: Akademieleiter Claus-Peter Hutter, Wilhemachef Thomas Kölpin, Umweltminister Franz Untersteller

Hutter, Kölpin, Untersteller

Die Öffnungszeiten der Ausstellung beim Schaubauernhof und der Wilhelma:
8.15 Uhr bis – je nach Monat – zwischen 16 und 18 Uhr.
Der Eintritt zur Ausstellung ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten.

Die Umweltakademie Baden-Württemberg wünscht Ihnen ein schönes Wochenende !

Und hier sind sie, die ersten Fotos der Ausstellung!

Sie ist nagelneu und wurde am Montag, 6. Oktober durch Umweltminister Franz Untersteller eröffnet: die Ausstellung „Expedition Heimische Natur“ im Akademie-Natur-Info-Center in der Stuttgarter Wilhelma.

Ausstellung_01

Ausstellung_02

Werfen Sie heute schon einen ersten Blick in die Ausstellungsräume und freuen Sie sich auf viele spannende Entdeckungen und Erlebnisse in der Installation.
Die neu präsentierte und dem Wilhelma-Publikum ab jetzt dauerhaft zur Verfügung gestellte Installation beschäftigt sich mit einem Lebensraum, der überall im Land zu finden und den meisten gut bekannt ist: mit Hecken und Feldgehölzen.

Ausstellung_03

Die Öffnungszeiten der Ausstellung beim Schaubauernhof und der Wilhelma:
8.15 Uhr bis – je nach Monat – zwischen 16 und 18 Uhr.
Der Eintritt zur Ausstellung ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten.

Mehr Informationen:
Brigitte Schindzielorz
Akademie für Natur- und Umweltschutz
Telefon: 0711/126-2810
E-mail: Brigitte.Schindzielorz@um.bwl.de

Neues Highlight in der Wilhelma

Prominente Paten für die Installation „Expedition Heimische Natur“
Umweltminister Franz Untersteller, Wilhelmadirektor Dr. Thomas Kölpin und Akademieleiter Claus-Peter Hutter eröffnen Ausstellung im neuen Akademie-Natur-Info-Center

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller war begeistert. „Mit ihrer neuesten Installation ist der Umweltakademie ein großer Wurf gelungen“, lobte er das Konzept am Montag bei der nun eröffneten Dauerausstellung in der Stuttgarter Wilhelma.
Die als Einbau konzipierte Ausstellung ist die derzeit jüngste Attraktion in der Wilhelma. „Wir freuen uns sehr, dass wir für diese ansprechende Dauerausstellung, die eine wertvolle Investition für die Zukunft darstellt, diesen Standort gefunden haben“, sagte Akademieleiter Claus-Peter Hutter. Mit dem Bezug des neuen Akademie-Natur-Info-Center werde eine nunmehr seit 25 Jahren andauernde, sehr erfolgreiche Kooperation zwischen Umweltakademie und Wilhelma fortgeführt und für mindestens weitere 25 Jahre festgeschrieben.
Das neue Domizil der Landesumweltakademie befindet sich in der Nähe des Schaubauernhofes und bildet so nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich und thematisch gesehen eine Verbindung zwischen den exotischen, seltenen aus weiter Ferne stammenden Tieren und der heimischen, bekannten und gewohnten Fauna und Flora. Denn die neu präsentierte und dem Wilhelma-Publikum ab jetzt dauerhaft zur Verfügung gestellte Installation mit dem Titel „Expedition Heimische Natur“ beschäftigt sich ganz bewusst mit einem Lebensraum, der überall im Land zu finden und den meisten gut bekannt ist: mit Hecken und Feldgehölzen.
„Die Ausstellung zeigt einprägsam und spielerisch, dass in Hecken und Feldgehölzen mehr spannendes Leben steckt, als man zunächst vermuten würde. Hier leben gefährdete Arten und weniger gefährdete Arten Seite an Seite und werden so manches Mal erst auf den zweiten Blick erkennbar“, sagte Minister Untersteller während der Eröffnung.
Nur ein scheinbar perfektes, ideales Ökosystem zeigt sich dem Betrachter – aber die Umweltakademie wäre nicht die Umweltakademie, wenn es nicht unerwartete Momente und überraschende, interaktive Eingriffsmöglichkeiten für interessierte Ausstellungsbesucher gäbe. „Durch idealisierte, harmonische und geschönte Darstellungen allein erreicht man heute niemanden mehr“, sagte Achim Mayer von KONZEPTBOUTIQUE, die mit der Umsetzung des Ausstellungskonzeptes betraut war. Auch Gefährdungspotentiale und Schutzmöglichkeiten wurden daher in der Ausstellung berücksichtigt, angesprochen und konzeptionell umgesetzt. Als Beispiel dienen etwa sich immer stärker neigende transparente Stelen, die anzeigen, dass hier etwas ins Wanken geraten kann, wenn wir nicht aufpassen!
Und so haben die Besucher der neuartigen Ausstellung die Möglichkeit, eigene Ideen zur Stabilisierung eines in Schieflage geratenen Ökosystems zu entwickeln und diese in persönlichen Botschaften zu hinterlassen. In einem eigens installierten Ideen-Briefkasten werden Vorschläge gesammelt, von der Umweltakademie ausgewertet und ausgewählte Antworten dann im Ausstellungsraum publiziert.

Mittels der neu eröffneten Installation „Expedition Heimische Natur“ im Akademie-Natur-Info-Center sei es gelungen, den Lebensraum baulich genial umzusetzen und die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten optimal zu nutzen, so Claus-Peter Hutter. Auch auf die jüngsten Besucher und deren besondere Bedürfnisse wurde Rücksicht genommen. Spezielle, auf die Perspektive von Kindern eingerichtete Artenportraits, die mit individuell beschrifteten Schiebetafeln („Kennst du mich?“) versehen wurden, sprechen die Neugierde und den Entdeckergeist der jungen Besucher an. Daneben wurde großen Wert auf barrierefreies Betreten der Installation gelegt und aus Gründen der Energieeffizienz weitestgehend auf strombetriebene Ausstellungsexponate verzichtet und mit moderner LED-Technik gearbeitet.