Archive for November 2015

Gedanken zum 1. Advent

Liebe Leserinnen und Leser unseres Umweltakademie-Blogs,

gerade in Zeiten des fast allgegenwärtigen Terrors, der Unsicherheit, der Angst und vieler Fragen scheint es nicht immer einfach, sich auf die schönen Dinge zu konzentrieren. Etwa auf die wunderbare Natur, die gerade auch im Dezember ihren ganz speziellen Reiz hat, oder auch auf die kommende Weihnachtszeit.

Versuchen Sie dennoch, jeden Tag einige Minuten innezuhalten, zur Ruhe zu kommen, Atem zu holen und sich über positive Dinge zu freuen. Die Umweltakademie Baden-Württemberg wünscht Ihnen trotz allem einen friedvollen und schönen Advent mit viel stiller Zeit in der Natur.

Foto: Stefanie Lauterwein/Pixelio

Foto: Stefanie Lauterwein/Pixelio

Auch in diesem Jahr haben wir wieder einen kleinen Adventskalender vorbereitet. Schauen Sie doch einfach regelmäßig auf diesen Blog – vielleicht ist auch für Sie etwas dabei?

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Unser Wochenend-Tipp: Wanderung durch das Ammertal nach Tübingen

Diese etwa zweistündige Wanderung auf festen Wegen führt von der Bahnstation Pfäffingen aus durch einen schönen Teil des Ammertals nach Tübingen, wo man ab dem Westbahnhof wieder zum Ausgangspunkt zurückfahren kann. Da die Wanderung nicht allzu lang ist, hat man noch genügend Zeit, um sich die Tübinger Altstadt anzuschauen.

(Unser Tipp entstammt dem Buch „Wandern für Wandermuffel“ von Dieter Buck).

Die Umweltakademie Baden-Württemberg wünscht ein schönes Wochenende!

Neuer Praxisleitfaden

Mit erneuerbaren Energien beschäftigt sich jetzt eine Publikation der Akademie für Natur- und Umweltschutz, die insbesondere Kindergarten- und Vorschulkinder mit diesem komplexen Thema vertraut machen will. Denn schließlich sind die Kinder von heute als Erwachsene von morgen am meisten von den Veränderungen des Klimas und der Lebensumwelt betroffen. Damit sich Menschen aktiv für Nachhaltigkeit und Naturschutz einsetzen, bedarf es fundierten Wissens über Energie und Klimaschutz, welches bereits im Kindergarten vermittelt werden kann. Der Praxisleitfaden, der unter der ISBN-Nr. ISBN 978-3-7776-2391-7 für 19,80 € beim S. Hirzel Verlag im Buchhandel zu beziehen ist, bietet Anregungen und Hintergrundwissen; er kann sowohl in Kindergärten als auch von Lehrern, Eltern oder Großeltern zur Nachhaltigkeitserziehung verwendet werden.

Buchcover

Neue Chancen für alte Einwanderer: großangelegte Pflanzaktion von Weinbergquitten und Mandelgehölzen

Das Ziel der Aktion „Lebendiger Weinberg“ der Umweltakademie Baden-Württemberg im Verbund mit den Staatsweingütern Weinsberg und Freiburg, den Weinbauverbänden Baden und Württemberg, den VDP-Verbänden sowie zahlreichen Weingütern und Genossenschaften ist klar: „Weinbaugebiete sollen wieder zu Naturerlebnislandschaften werden!“. Zu dieser Aktion, die Weinbau, Umweltvorsorge und Nachhaltigkeit verbindet, wurden jetzt neue ökologische Bausteine zugefügt. Am vergangenen Wochenende pflanzten verschiedene Weingüter und Genossenschaften im württembergischen Weinanbaugebiet typische Gehölze wie die Weinbergquitte und Mandeln, die früher im Weinberg heimisch waren. „Mit der Pflanzung dieser Gehölze im Weinberg tragen wir dazu bei, die Artenvielfalt im Weinberg zu erhöhen und etwa die Gegend rund um Fellbach zur Naturerlebnislandschaft zu machen“, erklärte Thomas Seibold, Vorstandsvorsitzender der Fellbacher Weingärtner.

Und Aktions-Initiator und Akademie-Leiter Claus-Peter Hutter betonte: „Nach der erfolgreichen Etablierung des umweltschonenden Weinbaus erwächst bei so manchem Wengerter auch wieder das Interesse an den früher weit verbreiteten, aber heute vielerorts verschwundenen Nutzgehölzen der Weinberge.“ Die Pflanzaktion sei ein weiterer wichtiger Baustein der jahrelangen Erfolgsgeschichte beim Thema Weinbau und Umwelt.

Für Weingärtner gebe es vielerlei Möglichkeiten, der Tier- und Pflanzenwelt unter die Arme zu greifen und damit auch die Attraktivität der Weinbaugebiete und des Naturprodukts Wein zu erhöhen, betonte Dr. Günter Bäder, Direktor der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Obst- und Weinbau Weinsberg. „Die Pflanzaktion ist dazu ein Beitrag.“

Quittenbaum - Foto: Manni66/Pixelio

Quittenbaum – Foto: Manni66/Pixelio

Insgesamt wurden am Freitag und Samstag mehr als 100 Halbstammbäume der Sorte Weinbergquitte und Dürkheimer Krachmandel von verschiedenen Weingütern und Genossenschaften aus Nordwürttemberg in Weinbergregionen gepflanzt. Damit wurde ein bedeutender Beitrag geleistet, zwei Elemente uralter Weinbergskultur als ökologische Nischen und als Beispiel für jahrhundertelange Natur und Kultur wiederanzusiedeln.

JE SUIS PARIS !

NATUR KENNT NUR FREIHEIT – WIR SIND TEIL DER NATUR UND SETZEN UNS FÜR FREIHEIT UND MENSCHLICHKEIT EIN.

Die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg ist zutiefst erschüttert über die schrecklichen Ereignisse in Frankreich. Wir bekunden unser Mitgefühl und unsere tief empfundene Solidarität mit Frankreich und den Opfern des Anschlags.

JE SUIS PARIS.

2. Deutscher und 7. Süddeutscher Obstwiesenkongress setzte auf die neue Landlust

Das war ein voller Erfolg: Mit dem Konzept des Obstwiesenkongresses am 31.Oktober 2015 in Schwäbisch Gmünd trafen die Umweltakademie und der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft (LOGL) Baden-Württemberg voll ins Schwarze. „Unsere Idee, den Fokus beim Kongress wieder mehr auf die Praxis zu legen, ging voll auf“, sagte die Veranstaltungsmoderatorin Brigitte Schindzielorz. Mehr als 100 Teilnehmer waren nach Schwäbisch Gmünd gekommen.

Mit den entsprechenden Themenschwerpunkten sollte das Bewusstsein für die geleistete Arbeit gefördert und die Wertschätzung für die vielen Stunden Obstwiesenpflege gesteigert werden. Auch LOGL-Präsident Erhard Hahn stellte die Leistungen der Ehrenamtlichen, Aktiven und in Vereinen und Verbänden Engagierten heraus, die bei Wind und Wetter zum Erhalt einer vielgestaltigen Natur- und Erlebnislandschaft beitragen. „Die Bewirtschaftung, Pflege und der Erhalt der ausgedehnten Streuobstgürtel in Baden-Württemberg sind nicht nur mit praktischer Arbeit verbunden, sondern bedeuten auch Verantwortung zu übernehmen für eine einmalige Natur- und Kulturlandschaft, die in Baden-Württemberg bereits seit Generationen kultiviert wird“, betonte auch Rolf Heinzelmann, geschäftsführender Direktor des LOGL.

Obstwiese_Hutter

Den Teilnehmern wurden  sowohl technische Neuerungen wie eine Anlage zur Verjüngung des Wurzelbereichs von Obstbäumen als auch der Einsatz von Mauerbienen für die Obstkulturen-Bestäubung vorgestellt. Neben Erläuterungen zur optimalen Baumphysiologie und zum besten Baumschnitt gab es am Nachmittag die Möglichkeit, das theoretisch Gehörte praktisch vor Ort umzusetzen. Im Rahmen einer Exkursion, die die Kongressteilnehmer in das neue Streuobstzentrum führte, erfolgte zudem eine praktische Baumansprache an exemplarischen Obstbäumen.

Die Pflege von Obstgärten sei auch eine Herzensangelegenheit, sagte Ministerialdirektor Wolfgang Reimer. „So, wie man Schlösser und Burgen erhält und das Familiensilber nicht einfach verkauft, erhält man auch die eigenen Obstwiesen und trägt damit seinen Teil dazu bei, ein besonderes Kulturerbe zu bewahren.

Feuersalamander ist „Lurch des Jahres“ 2016

Foto: Rainer Sturm/Pixelio

Foto: Rainer Sturm/Pixelio

Der schwarz-gelb gemusterte Feuersalamander ist zum „Lurch des Jahres“ 2016 gewählt worden. Sein Bestand ist nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde zwar nicht unbedingt gefährdet. Allerdings geht die Anzahl der Lurche vielerorts so weit zurück, dass man sich durchaus Sorgen machen kann. Bedroht sind die lustig gemusterten, 14 bis 18 Zentimeter langen Salamander vor allem deshalb, weil ihre Lebensräume durch die forstliche Nutzung von Laubmischwäldern vernichtet werden.