Posts Tagged ‘Amphibien’

ACHTUNG: Aktionstag am Sonntag fällt aus!!

Liebe Fans unserer Aktionstage, liebe Tierfreunde und Naturschützer, bitte beachten Sie: Gesundheitsbedingt muss der für kommenden Sonntag, 14. Juni angekündigte Aktionstag „Heimische Amphibien hautnah erleben“ im Akademie-Natur-Info-Center in der Stuttgarter Wilhelma leider ausfallen.

Sobald ein neuer Termin feststeht, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren.

Wir danken für Ihr Verständnis.

Advertisements

Frosch küssen inklusive: Heimische Amphibien hautnah erleben

Am Sonntag, den 14. Juni 2015 veranstaltet die Umweltakademie Baden-Württemberg im Akademie-Natur-Info-Center in der Wilhelma einen spannenden Aktionstag zum Thema Frösche, Kröten, Unken, Salamander und Molche. Der Amphibienexperte Ernst Frey bringt speziell für diesen Aktionstag lebende Tiere mit, die von Kindern auch auf die Hand genommen werden dürfen. An diesem Tag soll deutlich gemacht werden, welche Lebensgewohnheiten die heimischen Amphibien haben und wie diese Lebewesen, die zwischen Land und Wasser pendeln, geschützt werden können. Denn die Lebensraumzerschneidung, der Rückgang von Feuchtgebieten und nicht zuletzt der Straßentod stellen eine große Bedrohung für den Artenbestand dieser faszinierenden Tiere dar. Ernst Frey wird aber auch Exoten im Gepäck haben und dadurch die Problematik durch eingeschleppte Arten zum Thema machen. Wer am „Amphibienquiz“ teilnimmt, hat sogar die Chance auf eine „Froschkenner-Urkunde“. Und wer sich traut, darf sogar einen Frosch küssen!

Agakröte - Foto: Daul

Agakröte – Foto: Daul

Die Aktion findet von 11.00 Uhr bis 16.30 Uhr statt. Das Akademie-Natur-Info-Center befindet sich auf dem Gelände des Schaubauernhofs in der Wilhelma. Die Ausstellung „Expedition heimische Natur“ kann ganzjährig während der regulären Wilhelma-Öffnungszeiten besucht werden. Die Teilnahme an den Aktionen ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten.

Biotopverbund schafft mehr Raum für Tiere und Pflanzen

Das ist doch mal eine gute Nachricht: Ein landesweiter Biotopverbund soll künftig die Artenvielfalt in Baden-Württemberg sichern. Der Verbund, der in den kommenden Jahren entstehen soll, soll nach dem Willen der Landesregierung zehn Prozent der Landesfläche bedecken. Das Ziel: die Verhinderung des Artensterbens und die Sicherung der Biodiversität. Die Nutznießer: alle Pflanzen- und Tierarten, die über Naturschutz und Landschaftsplanung geschützt oder gepflegt werden – also beispielsweise Vögel, Reptilien, Amphibien, Falter, Wildbienen, Libellen, Heuschrecken und Käfer. Aber auch die Schaffung von Korridoren für Wildtiere soll dafür sorgen, dass die Tiere weniger Straßen queren müssen und es damit zu weniger Unfällen kommt.

Nach dem Abschluss der Planungen für den Biotopverbund werden nun Kernzonen definiert, also Gebiete, die jetzt schon Schutzstatus haben und die künftig netzförmig für die Zielarten ausgeweitet werden sollen. „Ziel ist nun, Gebiete für Tiere und Pflanzen mit ähnlichen Standortansprüchen zu verbinden“, sagte Marcus Lämmle, Referatsleiter Naturschutz und Landschaftsplanung im Ministerium für Ländlichen Raum.

Achtung: Die ersten Kröten sind am Start!

Die ersten Amphibien sind schon in den Laichgewässern angekommen – etwa im Neckartal, wo bereits Molche in Tümpeln gesichtet wurden. Auch Kröten und Frösche stehen in den Startlöchern und machen sich bei anhaltenden Plusgraden und dem warmen Regen auf die Wanderschaft. In höheren Lagen wie im Schwäbischen Wald, der Schwäbischen Alb, im Schwarzwald und Odenwald setzt die Amphibienwanderung erfahrungsgemäß später ein. Wie gut, dass es im Land viele, viele Amphibienfachberater gibt – aktuell sind es derzeit etwa 100, außerdem viele Initiativen, Projekte und Aktionen, bei denen sich Ehrenamtliche darum kümmern, Kröten und Frösche über die Straße zu tragen oder mobile Schutzzäune während der Wanderungszeiten zu errichten und zu betreuen.

„Der ehrenamtliche Amphibienschutz ist echtes bürgerschaftliches Engagement und eine bedeutende Stütze für den Artenschutz und die Umweltbildung in Baden-Württemberg. Für ihren Einsatz kann man den Amphibienschützern nicht genug danken“, sagt Akademieleiter Claus-Peter Hutter.

Foto: Bernd Kasper/Pixelio

Foto: Bernd Kasper/Pixelio

In oft enger Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden der Land- und Stadtkreise sowie mit Straßenmeistereien und den Bauhöfen der Kommunen erarbeiten ehrenamtliche Amphibienschützer mit viel Zeitaufwand Lösungen für Straßenabschnitte, über die besonders viele Frösche und Kröten wandern. „Wenn viele Tiere zu Tode kommen und nichts getan wird, ist das nicht nur ein großer Verlust für lokale Populationen einzelner Arten, sondern es kann sich durch die vielen überfahrenen Tiere auch ein Schmierfilm auf der Straße bilden, der die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigt“, so Hutter.

Daher unser Tipp: Wo Amphibienwanderungen beobachtet werden, an denen es keine Leiteinrichtungen oder Warnbeschilderungen gibt, sollte dies den Unteren Naturschutzbehörden der Stadt- und Landkreise gemeldet werden.

 

Die Umweltakademie rät: Lichtschächte und Gullys abdecken

Vor den nahenden Wintertagen suchen jetzt auch in Gärten und Parks Kleintiere wie Molche, Kröten, Blindschleichen und Laufkäfer sichere Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten in Gullys und Lichtschächten. Doch Millionen Kleintiere finden den Tod im Schacht. „Unsere Siedlungen sind noch immer zu lebensfeindlich, dabei können Tierfallen mit ganz einfachen Mitteln entschärft werden“, sagt Akademie-Leiter Claus-Peter Hutter. Die Akademie rät daher Hausbesitzern sowie den Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden, Lichtschächte und Gullys vor dem Kälteeinbruch zu kontrollieren und darin befindliche Tiere wie Amphibien oder Reptilien zu retten. Anschließend können sie in der Nähe von Gartengehölzen mit dichtem Unterwuchs, Laub- oder Reisighaufen in die Freiheit entlassen werden.

Blindschleiche - Foto: Luise/Pixelio

Blindschleiche – Foto: Luise/Pixelio

Spätestens nach ein paar Frosttagen haben diese Kleintiere nämlich keine Chance mehr. Die Akademie empfiehlt, nach der Kontrolle die Schächte mit feinmaschigen Gitternetzen abzudecken, wie man sie etwa auch für Fliegengitter verwendet. Beim Schutz der kleinen Wildtiere in den Siedlungen kommt es auf jeden Haus- und Grundstücksbesitzer, auf jeden Bauhof, jede Stadtgärtnerei und jeden Hausmeister von öffentlichen Gebäuden an!

Frosch küssen inklusive: heimische Amphibien hautnah

Aktionstag der Umweltakademie am Sonntag, 14. September 2014 im Akademie-Natur-Info-Center in der Wilhelma
Am Sonntag, den 14. September 2014 führt die Umweltakademie Baden-Württemberg im Akademie-Natur-Info-Center in der Wilhelma einen spannenden Aktionstag zum Thema Amphibien durch. Der Amphibienexperte Ernst Frey bringt speziell für diesen Aktionstag lebende Tiere mit, die von Kindern auch auf die Hand genommen werden dürfen.

Feuersalamander

Feuersalamander

An diesem besonderen Aktionstag wird deutlich gemacht, welche Lebensgewohnheiten unsere heimischen Frösche, Kröten, Unken und Molche haben und wie diese Lebewesen, die zwischen Land und Wasser pendeln, geschützt werden können. Denn der Straßentod durch die Zerschneidung von Lebensräumen und der Verlust geeigneter Laich- und Überwinterungsplätze stellen eine große Bedrohung für den Artenbestand dieser faszinierenden Tiere dar. Neben heimischen Sympathieträgern wie Salamander und Laubfrosch wird Ernst Frey auch Exoten im Gepäck haben und dadurch die Problematik durch eingeschleppte Arten zum Thema machen. Wer am „Amphibienquiz“ teilnimmt, hat zudem die Chance, eine „Froschkenner-Urkunde“ zu bekommen. Und wer sich traut, darf sogar einen Frosch küssen. Die Aktion findet von 11.00 Uhr bis 16.30 Uhr statt.

Die Aktionstage des Akademie-Natur-Info-Centers werden im ehemaligen Ausstellungsraum der Nutztierausstellung (Schaubauernhof) der Wilhelma durchgeführt. Der Besuch im Akademie-Natur-Info-Center und die Teilnahme an den Aktionen sind im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten.

Mehr Informationen:
Kerstin Heemann, Akademie für Natur- und Umweltschutz
Telefon: 0711/126-2810
E-mail: Kerstin.Heemann@um.bwl.de
Akademie-Natur-Info-Center in der Wilhelma:
Dipl.-Biol. Barbara Kagerer, B.Sc. agr. Jessica Daul
Tel. 0172/1004786 (nur während der Öffnungszeiten)

Umweltakademie gab Einblicke in die Besonderheiten von Grasfrosch und Co.

Aktionstag zur Bestandserfassung lockte Nachwuchskartierer ins Akademie-Natur-Info-Center der Umweltakademie Baden-Württemberg in der Wilhelma

Die Tatsache, dass Grasfrösche braun – und nicht grasgrün – und Laubfrösche sind, merken sich selbst kleine Kinder schon. Welche Unterscheidungsmerkmale aber darüber hinaus die mehr als 20 heimischen Amphibien- und Reptilienarten haben, stellte jetzt die Umweltakademie Baden-Württemberg vor. Am Samstag, 7. Juni 2014 konnte Barbara Kagerer von der Umweltakademie gleich mehrere Hundert Besucher im Akademie-Natur-Info-Center in der Stuttgarter Wilhelma begrüßen. „Besonders anschaulich an diesem Aktionstag waren nicht nur die Tierexponate und Artendarstellungen auf den Postern, sondern auch die akustische Unterscheidung der Frosch- und Krötenrufe durch Hörstationen“, berichtet die Biologin und Betreuerin des Akademie-Natur-Info-Centers, Barbara Kagerer.
Unter dem Motto „Nur was man kennt, ist man auch bereit zu schützen“ betreibt die Umweltakademie des Landes Baden-Württemberg mehrere Akademie-Natur-Info-Centren im Großraum Stuttgart. Die Mitarbeiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit verschiedensten Veranstaltungen auf die Faszination und Vielfalt unserer Natur aufmerksam zu machen und die Menschen für die Bedürfnisse der Lebewesen unserer Umgebung zu sensibilisieren. „Das ist unser Beitrag, um der Wissenserosion in Sachen Natur entgegenzuwirken“, so Akademie-Mitarbeiterin Kagerer.
Mit der beim Akademie-Aktionstag vorgestellten Landesweiten Artenkartierung (LAK) der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg werden seit April 2014 zunächst 13 Amphibien- und Reptilienarten, die von europaweiter Bedeutung sind, erfasst. Aktionstag-Referentin und Projektleiterin der „LAK Amphibien und Reptilien“ Nadine Hammerschmidt erläuterte die verschiedenen Methoden, um die betreffenden Tierarten aufzuspüren und zu unterscheiden. „Einige Arten sind optisch leicht zu erkennen“, so Hammerschmidt, „andere Arten hingegen sehen sich sehr ähnlich und sind nur schwer zu unterscheiden oder leben sehr versteckt und sind daher nur selten zu sehen.“ In diesem Fall läuft die Erfassung über die Rufe der Tiere. An Hörstationen hatten die Besucher die Möglichkeit, diese akustische Artenerkennung zu testen. Darüber hinaus erprobten zahlreiche Besucher des Akademie-Aktionstags ihre Qualifikationen als Nachwuchskartierer in einem Geländespiel.
„Die LAK gehört zu den Langzeitprojekten, die notwendig sind, um den Bestand einer Art und eine eventuelle Veränderung zu erfassen“, betonte Barbara Kagerer. Daraus können eine mögliche Gefährdung erkannt und besondere Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. Um erfolgreich zu sein, ist das Projekt auf die Unterstützung ehrenamtlicher Kartierer angewiesen. Hier schließt sich der Kreis, denn auf Initiative der Umweltakademie Baden-Württemberg gibt es seit mehr als 20 Jahren zahlreiche Akademie-Veranstaltungen für ehrenamtliche Artenschützer, die durch Öffentlichkeitsarbeit, spezielle Maßnahmen oder als Kartierer den Schutz von Amphibien, Reptilien oder auch Fledermäusen, Bibern und Hornissen fördern. Sie engagieren sich als Vermittler zwischen Behörde und Bürger, die Rat Suchenden vor Ort und zeitnah Hilfestellung leisten. Kontakte zu den über 700 in ganz Baden-Württemberg verbreiteten und meist lokal engagierten Artenfachberatern können über die unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter bzw. Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte hergestellt werden.