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Das weltgrößte Gsälzbrot

Einen preisverdächtigen, aber doch bodenständigen Weltrekord präsentiert die Umweltakademie Baden-Württemberg am Mittwoch, 23. März um 10.30 Uhr im Stuttgarter Haus der Wirtschaft. An diesem Morgen steigen 2 016 Luftballons mit angehängten, von Kindern vorgebrachten Wünschen zum Thema „Wie essen wir in der Zukunft?“ in die Luft. Anschließend wird das größte Gsälzbrot der Welt (120 Meter lang) präsentiert, angeschnitten und kann danach von den Anwesenden kostenlos verzehrt werden.

Wann: Mittwoch, 23. März 2016, 10.30 Uhr

Wo: Haus der Wirtschaft, Willi-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart

Wer: Umweltakademie Baden-Württemberg, Universität Hohenheim, Landesinnungsverband für das Württembergische Bäckerhandwerk e. V., Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e. V. und dem Museum der Brotkultur, Ulm.

Moderation: Stefanie Anhalt/SWR

Gsälzbrot Einladung

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Agrobiodiversitäts-Gipfel ein voller Erfolg

Jeden Tag sterben weltweit etwa 150 Tier- und Pflanzenarten aus – darunter auch solche, die Lebensmittel liefern. Seit 1900 sind so auf der ganzen Welt schätzungsweise 75 Prozent aller Kulturpflanzensorten ausgestorben, in Europa sind es sogar mehr als 90 Prozent. Heute decken gerade einmal 30 Pflanzenarten 95 Prozent des Welternährungsbedarfs ab.

Dieses Artensterben war am Mittwoch, 29. Oktober das Thema des ersten bundesweiten Agrobiodiversitäts-Gipfels in Bruchsal mit mehr als 150 Teilnehmern. „Eine hohe Agrobiodiversität, also eine große Artenvielfalt, ist von größter Bedeutung für die Landwirtschaft und die Ernährung. Die Verfügbarkeit verschiedenster Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen ist enorm wichtig, um die Ernährung lokal und global zu sichern. Nur so kann man den Herausforderungen der Zukunft aktiv begegnen“, sagte Umweltakademie-Leiter Claus-Peter Hutter am Mittwoch in Bruchsal. Mit dem Kongress solle die Bewahrung der Vielfalt als unersetzliches Erbe sowie eine nachhaltige Lebensmittelproduktion als Beitrag zum Schutz der Kulturlandschaft in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden.

Auf den ersten Blick höre sich der Begriff der Agrobiodiversität immer etwas sperrig an, dabei beschreibe er die durch Landwirte und Viehzüchter über Jahrtausende entwickelte biologische Vielfalt in der Landwirtschaft, betonte Prof. Dr. Roman Lenz von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU). „Nur durch einen umfassenden Genpool können Ertragsrisiken eingedämmt und eine zuverlässige Ernährungssicherung gewährleistet werden.“ Früher seien die alten Rassen Mehrnutzungstiere gewesen. „Eine Kuh etwa wurde nicht nur zur Milchproduktion gehalten, sondern auch als Fleischlieferant und als Zugtier. Heute hat man eine enorme Spezialisierung auf einen einzelnen Nutz-Bereich, dadurch werden die alten Rassen um Längen abgehängt“, kritisierte Lenz. Wenn sich heute ein Landwirt für die Milchwirtschaft entscheide, nehme er die neu gezüchtete Kuhrasse, die bis zur dreifachen Menge Milch erzeuge. Das wiederum ziehe ein schleichendes Aussterben der alten Arten nach sich.

Der Erhalt jener alten Arten ist nach Ansicht der Experten allerdings nur gemeinsam mit der Landwirtschaft und dem Handel möglich. Denn die Landwirtschaft zerstöre zwar die biologische Vielfalt, sei gleichzeitig aber auch der wichtigste Produzent von Biodiversität in Deutschland. „Der Intensivierungsdruck im Agrarbereich verlangt nach kooperativen Wegen zur Umsetzung von Artenschutzbelangen in der landwirtschaftlich genutzten Fläche“, sagte Claus-Peter Hutter. Hierzu gehöre neben der Förderung des ökologischen Landbaus auch der Erhalt vielfältiger Fruchtfolgen sowie die Vermarktung regional angepasster Sorten und Rassen. „Die globale Ernährungssicherung ist eine der größten Zukunftsaufgaben für die Staatengemeinschaft“, betonte der Leiter der Umweltakademie Baden-Württemberg.

Veranstaltet wurde der Agrobiodiversitäts-Gipfel unter dem Motto „Vom Wert zum Mehrwert alter Nutztiere und –pflanzen“ von der Umweltakademie Baden-Württemberg, der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) sowie weiteren Kooperationspartnern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel der Tagung war es, den Wert und die Bedeutung biologischer Vielfalt vor allem in der Landwirtschaft aufzuzeigen und Lösungsmöglichkeiten zu erörtern.

Sonntag, 21.10.: Aktionstag „Gesunde Ernährung“

Wie setzt sich eine ausgewogene Ernährung zusammen? Worauf sollte man beim Kauf von verpackten Lebensmitteln achten? Im Rahmen des Aktionstags „Nachhaltig und gesund – Ernährung leicht gemacht“, der am Sonntag (21.10.) im Akademie-Natur-Info-Center im Blühenden Barock Ludwigsburg stattfindet, informiert Ernährungswissenschaftlerin Katrin Stingel, wie man beim Lebensmittel-Einkauf zum Klimaschützer wird. Darüber hinaus wird zum „Apfel-Geschmackstest“ eingeladen und Kinder dürfen einen Erntekalender gestalten.

Das Akademie-Natur-Info-Center finden Sie im Kräutergarten des Blühenden Barocks; veranstaltet wird die Aktion von 11.00 bis 17.00 Uhr. Auf Ihren Besuch freuen wir uns!

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