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Workshop für Journalisten: „Ein eigenes Stück Natur, kreativer Raum und Seelenheiler: Der Garten – Sehnsuchtsort zwischen Lifestyle und Lebensraum“

Gemüse anbauen ist „hip“ und Gärtnern „cool“ – immer mehr Menschen entdecken den Garten als kreativen Ausgleich zum Alltag. Dieses neue Lebensgefühl greifen Magazine, Zeitungen und Fachblätter gerne auf. Aber was ist Natur wirklich, was ist noch natürlich und nützlich, und was ist nur noch Deko und Zierrat? Bei der Vermittlung ökologisch wertvoller Kenntnisse, Anleitungen und Hinweise kommt den Vertretern der Medien eine besondere Verantwortung zu. 

Der Workshop für Journalisten „Ein eigenes Stück Natur, kreativer Raum und Seelenheiler: Der Garten – Sehnsuchtsort zwischen Lifestyle und Lebensraum“ am Donnerstag, 9. Juli 2015 möchte Journalisten, Redakteure und Ressortleiter von „Garten“, „Natur“- und „Landleben-Magazinen“, Vertreter der Tagespresse, freie Journalisten sowie Presseverantwortliche ansprechen. Er ist aufgeteilt in einen theoretischen Vortragsteil und eine kurze praktische Freilandexkursion, um die Themen des Vormittags zu vertiefen. Die Veranstaltung der Umweltakademie Baden-Württemberg findet in Kooperation mit namhaften Partnern statt, eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben.

Foto: Albedo/Pixelio

Foto: Albedo/Pixelio

Termin: Donnerstag, 9. Juli 2015, 9.30 bis ca. 15.30 Uhr

Veranstaltungsort: Freilichtmuseum Beuren, In den Herbstwiesen, 72660 Beuren, „Dorfblick“, Seminarraum I

Wer: Journalisten, Redakteure und Ressortleiter von Natur-, Garten- und „Land“-Magazinen sowie Vertreter der Tagespresse, freie Journalisten, Presseverantwortliche und alle am Thema Interessierten

Tagungsgebühr: entfällt

Tagungsleitung: Brigitte Schindzielorz, Umweltakademie Baden-Württemberg

Anmeldung: bitte bis spätestens 7. Juli 2015 telefonisch, per Email oder Fax (Seminar Nr. 58 SLZ) bei der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, Postfach 103439, 70029 Stuttgart, Telefon 0711/126-2810, Telefax 0711/126-2893, Brigitte.Schindzielorz@um.bwl.de

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Unsere Lieblinge des Monats: Kleingärten

Viele von uns erinnern sich möglicherweise mit Grausen an die Wochenenden damals, wenn es von den Eltern wieder hieß: Sachen packen, ab in den Garten. Aber nicht etwa zum Faulenzen, sondern zum „Schaffen“. Unkraut musste gejätet, der Rasen gemäht, Kartoffeln mussten gesteckt und Pflanzen gegossen werden. Doch was viele als Kinder vielleicht als lästig empfunden haben, wird heute immer mehr zum Trend. Zwar war Gärtnern lange Zeit aus der Mode gekommen – doch diese ausgesprochen gesunde Freizeitbeschäftigung wird immer beliebter. So gibt es in Deutschland aktuell rund eine Million Kleingarten-Pächter, die in etwa 14 000 Vereinen organisiert sind. Durchschnittlich bewirtschaftet und pflegt solch ein Hobbygärtner 370 Quadratmeter.

Foto: M.Großman/Pixelio

Foto: M.Großman/Pixelio

Die Umweltakademie Baden-Württemberg freut sich sehr über diesen Trend und darüber, dass immer mehr Menschen ihre Liebe zur Natur entdecken und auf ihrem „Stückle“ gesunde Obst- und Gemüsesorten anbauen oder auch schöne Blumen pflanzen. Denn damit bieten sie auch Insekten und zahlreichen anderen Tieren wunderbaren Lebensraum!

Appell an Gartenbesitzer: Bitte nicht alles kurz und klein mähen!

Der Frühling ist da – und mit ihm kommt auch die Lust der Gartenbesitzer, ihr „Stückle“ auf Vordermann zu bringen. Dazu gehört für die meisten auch, das Gras auf jedem noch so kleinen Eckchen Land und meist viel zu früh zu kurz zu mähen. Doch das ist eigentlich paradox. „Auf der einen Seite hängen Garten- und Obstwiesenbesitzer Insektenhotels auf, und auf der anderen Seite entziehen sie Schmetterlingen, Wildbienen und Schlupfwespen die Nahrung, indem sie viel zu früh mähen“, sagt Umweltakademie-Leiter Claus-Peter Hutter. Er appelliert daher an die Besitzer von Hausgärten oder Grundstücken in der freien Landschaft, wenigstens teilweise Wiesenstücke und andere „wilde Kräuterecken“ stehenzulassen, da sonst bald auch die letzten Schmetterlingsarten und viele für die Natur bedeutenden Wildbienen und Schlupfwespenarten aus der Landschaft verschwunden sein werden. „Es ist gerade so, als ob wir den Tieren ein Haus geben, aber Kühlschrank und Keller vollkommen leer lassen“, betont Hutter. Denn leider finden die Schmetterlinge immer weniger Nektar. „Wiesen und Raine werden immer blütenärmer, und in den Gärten werden Gräser, Kräuter und Blumen viel zu schnell abgemäht.“

Schwalbenschwanz - Foto: Hutter

Schwalbenschwanz – Foto: Hutter

Deshalb ruft die Umweltakademie alle Grundstücksbesitzer auf, ihren Beitrag zu leisten und nicht zu früh zu mähen, damit auch noch künftig die Falter als lebendige Frühlingsboten in die Gärten kommen und Wiesen, Felder und Wälder besiedeln. „Wenn wir Schmetterlinge als „Sinnbilder“ für faszinierende Natur auch künftig erleben wollen, müssen wir ihnen auch eine Chance dazu geben.“ Gerade der Umbruch von Wiesen und die Umwandlung in Mais- oder Rapsfelder – etwa zur Erzeugung von Bioenergie – geht einher mit der vermehrt zunehmenden Überdüngung der Landschaft und ist somit eine weitere Gefahr für die einheimischen Schmetterlinge, Bienen und Wildbienen.

Aktionstag am Mittwoch, 8. April 2015: Nisthilfen bauen

Ferien sind langweilig? Von wegen! Schließlich gibt es doch die Umweltakademie, die mit vielen spannenden Aktionen etwa im Akademie-Natur-Info-Center in der Wilhelma dafür sorgt, dass große und kleine Naturfreunde viel Interessantes über Tiere und deren Lebensraum lernen.

Zum Beispiel am kommenden Mittwoch, 8. April. Zwischen 11 und 16.30 Uhr können große und kleine Bastler einen spannenden Aktionstag zum aktiven Naturschutz in der eigenen Umgebung erleben. Unter fachkundiger Anleitung bauen und gestalten sie Nisthilfen für Nützlinge wie etwa den Ohrwurm gegen einen kleinen Unkostenbeitrag. Melinda Eberle-Schwarzer, Kulturlandschaftsführerin im Projekt „Streuobstwiesen Albvorland und Mittleres Remstal“, beantwortet zudem alle Fragen rund um die Obstwiesen.

Denn egal ob Garten, Balkon oder Obstwiesen: Schon aus gesundheitlichen Gründen sind Pflanzenschutzmittel unbedingt zu vermeiden. Gegen Blattlausbefall helfen genauso gut Nützlinge wie der Ohrwurm. Bietet man ihm Unterschlupf, etwa mit einfachen Tontöpfen, kann man ganze Obstbäume vor dem Blattlausbefall schützen.

Nisthilfen - Foto: Daul

Nisthilfen – Foto: Daul

Das Akademie-Natur-Info-Center befindet sich auf dem Gelände des Schaubauernhofs in der Wilhelma. Die Ausstellung „Expedition heimische Natur“ kann ganzjährig während der regulären Wilhelma-Öffnungszeiten besucht werden.

Die Aktionstage finden von März bis Oktober 2015 statt, die Teilnahme an den Aktionen ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten.

Nächster Aktionstag: Sonntag, 3.Mai – „Der Natur auf der Spur: Biodiversität durch Fährten erkennen“

Unser Liebling des Monats: die Felsenbirne

Foto: Sikapaulus/Pixelio

Foto: Sikapaulus/Pixelio

Endlich ist der März mit seiner ungemütlichen Witterung vorüber und der April mit mehr Sonne eingezogen! Zwar müssen wir auch in diesem Monat noch mit wechselhaften Temperaturen rechnen, doch immerhin gibt es nun schon viele Pflanzen, Sträucher und Bäume, die im Garten in allen Farben blühen.

Unser Liebling des Monats ist die Felsenbirne (Amelanchier). Sie bildet ab April eine Vielzahl sternförmiger, weißer Blüten.  Zu den besonders schönen Arten gehören die Kahle Felsenbirne, die etwa drei bis fünf Meter hoch wird, sowie die noch etwas höhere Kupfer-Felsenbirne.

Unser Liebling des Monats

Foto: Erika Hartmann/Pixelio

Foto: Erika Hartmann/Pixelio

Natürlich sind die Pflanzen und Blumen, die hierzulande während der Wintermonate blühen, eher selten. Und doch gibt es einige Winterblüher, die gerade jetzt zum Leben erwachen – zum Beispiel der Winterjasmin, unser „Liebling des Monats“. Seine Blütezeit ist von Januar bis April. Allerdings: Er ist zwar winterhart, bei starkem Frost leiden die Blüten aber dennoch.

Der Winterjasmin gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und kann als Hänge- oder als Kübelpflanze kultiviert werden. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein, die Erde leicht kalkhaltig. Steht er in einem Kübel, sollte man diesen mit einer Matte oder einem Vlies umwickeln.

Die beste Pflanzzeit ist der Frühling – dann blüht er bereits im nächsten Winter! Viel Spaß im Garten!

„Wilde Ecken“ als Winterquartiere für Igel

Im kommenden Frühjahr wünschen Sie sich einen Verbündeten im Kampf gegen die Schnecken im heimischen Garten? Kein Thema! Alles, was Sie tun müssen, ist einem Igel ein geeignetes Winterquartier zu bieten.

Mit einfachsten Mitteln können Gartenbesitzer auf ihrem Grundstück eine „wilde Ecke“ einrichten: Wird Laub oder Heu zu einem kleinen Haufen aufgeschichtet und mit Tannenreisig abgedeckt, finden dort die stacheligen Vierbeiner optimalen Schutz vor der eisigen Kälte während der Wintermonate. Die Gegenleistung wird im Frühjahr nicht lange auf sich warten lassen: Schnecken stehen bei Igeln ganz oben auf dem Speiseplan.

Laubhaufen (Foto: © dieter76 - Fotolia.com)

Laubhaufen (Foto: © dieter76 – Fotolia.com)