Posts Tagged ‘Lebensräume’

Die Umweltakademie auf dem 19. Spätlingsmarkt im Kreishaus Ludwigsburg

Natur und ihre Produkte mit allen Sinnen erleben – unter diesem Motto veranstaltet der Landkreis Ludwigsburg von Montag, 9. bis Samstag, 14. November 2015 einen einwöchigen „Spätlingsmarkt“ (die Stände sind erst ab Dienstag geöffnet), bei dem sich das Kreishaus in eine große Markthalle verwandelt. Die Umweltakademie Baden-Württemberg unterstützt diese traditionelle Veranstaltung und informiert vor Ort über verschiedenste Facetten der Nachhaltigkeit und die verschiedenen Naturräume im Land. Ziel ist der Dialog mit den Besuchern des „Spätlingsmarktes“, um Bewusstsein dafür zu schaffen, wie eng die Vermarktung von regionalen Produkten mit dem Erhalt der Kulturlandschaft zusammenhängt.

Die Umweltakademie auf dem Spätlingsmarkt

Die Umweltakademie auf dem Spätlingsmarkt

Auf dem Spätlingsmarkt werden vielfältige Spezialitäten, Besonderheiten, Kulinarisches und Kunsthandwerk angeboten. Dabei werden die Sinne der Besucher angesprochen und Hintergrundinformationen zur heimischen Landschaft und den verschiedenen Lebensräumen vermittelt. Damit hat der Markt Modellcharakter für die Vernetzung zwischen Stadt und Land und deren nachhaltige Entwicklung und gibt nebenbei Impulse für die Umwelt- und Lebensqualität.

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Freitag jeweils von 9 bis 18 Uhr, Donnerstag von 9 bis 20 Uhr und Samstag von 9 bis 14 Uhr

Wo: Kreishaus, Hindenburgstraße 40, 71638 Ludwigsburg

Flyer_Spaetlingsmarkt_2015_Homepage

www.spaetlingsmarkt.de

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Unser Liebling des Monats: der Feldhase

Die meisten kennen ihn fast nur noch von früher, wenn er langbeinig und mit riesigen Sprüngen über die Äcker davonsprang: den Feldhasen. Heute wissen viele gar nicht mehr, wie ein Feldhase (lat.: Lepus europaeus) überhaupt aussieht, am wenigsten die Kinder.

Foto: Uwe Bergeest/Pixelio

Foto: Uwe Bergeest/Pixelio

Denn der Feldhase ist in den vergangenen Jahren immer mehr von der Bildfläche verschwunden, und weshalb? Weil ihm die Hecken, die Brachen und die Ackerrandstreifen als sein Lebensraum genommen und immer mehr durch landwirtschaftliche Nutzflächen ersetzt wurden. Damit symbolisiert „Meister Lampe“ den Niedergang der Artenvielfalt in landwirtschaftlichen Regionen wie kaum ein anderes Tier.

Die Deutsche Wildtier-Stiftung hat den Feldhasen daher zum „Tier des Jahres 2015“ gekürt – und wir küren ihn hiermit zu unserem „Liebling des Monats März“.

Fachtagung: Navigatoren der Nacht – Fledermausvorkommen im Siedlungsbereich

Landesweite Fachtagung in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg (AGF) und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

Fledermäuse sind zu wahren Sympathieträgern für Naturbewahrung und Artenschutz geworden. Deren dauerhafter Schutz erfordert sowohl die Sicherung einer ausreichenden Nahrungsbasis als auch umfassenden Quartier- und Lebensraumschutz. Im besiedelten Raum kommt es dabei vor allem auf die Quartierfindung, -sicherung und Akzeptanzförderung in der Bevölkerung an.

So gilt es etwa, wertvolle Lebensräume in Parks und Stadtwäldern wie Höhlenbäume unter der Berücksichtigung der Verkehrssicherung zu erhalten und zu fördern. Ebenso gibt es Möglichkeiten, Klima- und Artenschutz bei Gebäudesanierungen zu vereinbaren. Sowohl Dachböden als auch Mauerspalten, Bunker, Keller, Holz- oder Eternitverkleidungen bieten Fledermäusen Quartiermöglichkeiten. Für ehrenamtliche Sachverständige und hauptamtliche Naturschützer stellt sich dabei nicht nur die Frage der Quartierfindung, sondern auch die der fachgerechten Bürgerberatung vor Ort. Außerdem werden neue Entwicklungen im Fledermausschutz in den Vordergrund gestellt und der Erfahrungsaustausch zwischen den haupt- und ehrenamtlichen Fledermausschützern gefördert.

Was: Fachtagung „Fledermausvorkommen im Siedlungsbereich“

Wann: Samstag, 15. November 2014 von 10 bis 16.30 Uhr

Wo: Staatl. Museum für Naturkunde Stuttgart, Rosenstein 1, Museum am Löwentor, Vortragssaal, 70191 Stuttgart

Wer: Ehrenamtliche Sachverständige für den Fledermausschutz, Mitglieder der AGF, Mitglieder von Naturschutz-, Heimat-und Umweltverbänden, Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörden, Naturschutzbeauftragte, Naturschutzwarte und alle am Thema Interessierten

Tagungsgebühr: 40 Euro (Ehrenamtliche gebührenfrei)

Mehr Informationen:Kerstin Heemann, Umweltakademie, Telefon 0711/126-2813 bzw. -2818, Kerstin.Heemann@um.bwl.de oder Kerstin.Heemann@t-online.de

Programm Fledermausfachtagung

Naturschutzminister Alexander Bonde: „Landesregierung stärkt biologische Vielfalt mit ambitionierten Zielen und mehr Geld für Naturschutz“

Tagung zur Naturschutzstrategie Baden-Württemberg: Neue Strategien zum Schutz der Biodiversität

„Die biologische Vielfalt ist die existenzielle Grundlage für die Tier- und Pflanzenwelt und für das menschliche Leben. Sie ist massiv bedroht: Experten schätzen, dass weltweit täglich bis zu 130 Arten aussterben. Wegen dieser alarmierenden Situation hat die Landesregierung mit der Naturschutzstrategie einen ambitionierten Maßnahmenkatalog vorgelegt, um die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg zu sichern. Damit die fixierten Ziele realisiert werden können, haben wir den Naturschutzhaushalt seit 2011 bereits um mehr als 60 Prozent erhöht. Bis 2016 werden wir den Naturschutz finanziell weiter stärken und damit innerhalb einer Legislaturperiode die Naturschutzgelder auf 60 Millionen Euro verdoppeln“, sagte der baden-württembergische Naturschutzminister Alexander Bonde am Mittwoch (9. Juli) auf der Tagung „Einsatz für Eisvogel, Enzian & Co.: Naturschutzstrategie Baden-Württemberg – neue Strategien für den landesweiten Schutz der Biodiversität“ im Haus der Architekten in Stuttgart.
Bundesweit einmalige Naturschutzstrategie als naturschutzpolitischer Rahmen
„Mit unserer bundesweit einmaligen Naturschutzstrategie haben wir den lange vernachlässigten Naturschutz ins Zentrum der Politik gerückt. Die Maßnahmen reichen von einer naturverträglichen Landnutzung und Siedlungsentwicklung über die ökologische Neuausrichtung der Flurneuordnung bis zur Entwicklung eines landesweiten Moorschutzkonzepts“, so der Minister. Bedeutender Schwerpunkt der Naturschutzstrategie seien die Großschutzgebiete im Land. „Der Nationalparkpark Schwarzwald, das Biosphärengebiet Schwäbische Alb und unsere sieben Naturparke bieten unzähligen Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume – ebenso wie die Natura 2000-Flächen, die gesetzlich geschützten Biotope, die vielen Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie die Bann- und Schonwälder im Land“, sagte Bonde.

Fachtagung Naturschutzstrategie

Fachtagung Naturschutzstrategie

Naturschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
De biologische Vielfalt sichere die globale wirtschaftliche Entwicklung, gebe Impulse für technische und medizinische Innovationen und garantiere eine vielfältige Lebensmittelversorgung. Daher seien Gemeinden, Verbände, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Hochschulen und alle Bürger sowie die Politik gleichermaßen dazu aufgerufen, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen. „Die Naturschutzstrategie Baden-Württemberg zeigt, dass Naturschutz eine Querschnittsaufgabe ist. In intensiven Diskussionen ist eine Strategie entstanden, die ressort- und themenübergreifend verschiedene Aktionsfelder in den Blick nimmt und den Naturschutz im Land zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema macht“, sagte der Minister.

Die Naturschutzstrategie Baden-Württemberg
Die von der Landesregierung vergangenes Jahr verabschiedete Naturschutzstrategie Baden-Württemberg hat in erster Linie das Ziel, die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg zu stabilisieren. Damit wird der Beitrag Baden-Württembergs formuliert, um das von der internationalen Staatengemeinschaft und der Europäischen Union definierte Ziel zu erreichen, den dramatischen Verlust der biologischen Vielfalt bis 2020 zu stoppen und eine positive Entwicklung bis 2050 einzuleiten. Derzeit schätzen Experten, dass weltweit täglich bis zu 130 Arten aussterben. Diese Aussterberate liegt um den Faktor 100 bis 1.000 über dem natürlichen Wert. Damit wird das Naturkapital, von dem wir zu einem großen Teil leben (etwa in der Land- und Forstwirtschaft), immer stärker aufgebraucht.

http://www4.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/1858/

Vielfalt entdecken, Lebensräume schützen: Schlangen und Co.

Aktionstag am Samstag, 26. April 2014 im Akademie-Natur-Info-Center der Umweltakademie in der Wilhelma

Am Samstag, den 26. April 2014 lädt die Umweltakademie Baden-Württemberg zu einem Aktionstag rund ums Thema heimische Schlangen und Co. ins Akademie-Natur-Info-Center in der Wilhelma ein. Ziel des Aktionstages ist es, Besucher für den Umgang mit heimischen Reptilien zu sensibilisieren und auf die Schutzbedürftigkeit der Schlangen und Echsen sowie die Erhaltung ihrer Lebensräume aufmerksam zu machen. Reptilien können ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren. Um sich aufzuwärmen, suchen Eidechsen und Schlangen sonnige Plätze auf und können dabei beobachtet werden. An diesem Tag erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie die Lebensräume der heimischen Reptilien schützen und neue schaffen können. Testen Sie ihr Wissen und lernen Sie, wie Sie die heimischen Reptilien bestimmen können. Wer wissen möchte, wie viele Schlangenarten es in Deutschland gibt, und vor welchen man sich besser in acht nehmen sollte, sollte an diesem Samstag unbedingt ins Akademie-Natur-Info-Center kommen. Die Aktion wird von 11.00 bis 16.30 Uhr angeboten.
Die Aktionstage des Akademie-Natur-Info-Centers werden im Ausstellungsraum der Nutztierausstellung (Schaubauernhof) der Wilhelma durchgeführt. Der Besuch im Akademie-Natur-Info-Center und die Teilnahme an den Aktionen sind im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten.
Um Anmeldung wird gebeten!

Heimische Reptilienarten wie die Zauneidechse stehen im Mittelpunkt des Akademie-Aktionstags am 26. April - Foto: M. Neher

Heimische Reptilienarten wie die Zauneidechse stehen im Mittelpunkt des Akademie-Aktionstags am 26. April – Foto: M. Neher

Mehr Informationen:
Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg (Umweltakademie)
Kerstin Heemann, Telefon: 0711/126-2813
E-Mail: kerstin.heemann@um.bwl.de