Posts Tagged ‘Naturschutz’

BANU gegen rechtsextreme Ökosprüche

Ein Blick auf die Medien und Publikationen rechtsextremer Parteien zeigt: Natur- und Umweltschutz ist für sie ein Thema. Die Aussagen wirken fachlich versiert und von der Sache überzeugt. Erst auf den zweiten Blick wird der politisch extreme Inhalt erkennbar. Auch die rechtsextreme Szene hat bemerkt, dass ökologische Themen immer größere Beachtung finden. Wir fördern regenerative Energien, essen vegetarisch oder vegan und teilen unser Auto beim Car-Sharing. Ökologische Lebensstile etablieren sich – und Rechtsextreme wollen davon profitieren. Das schaffen sie überraschend gut: Öffentlich behaupten sie, sie hätten „grüne“ Positionen vertreten, als „etablierte Parteien“ noch nichts davon wissen wollten. „Natürlich deutsch“ sagen sie und verbinden so den Naturbegriff mit Nationalismus und Rassismus.

Der bundesweite Arbeitskreis der staatlich getragenen Natur- und Umweltbildungseinrichtungen (BANU), in dem auch die Umweltakademie Baden-Württemberg mit anderen Akademien zusammengeschlossen ist, steht für einen einladenden Umwelt- und Naturschutz für alle. Allen Versuchen der rechtsextremen Szene, Umwelt- und Naturschutzthemen für ihre menschenverachtende Ideologie zu missbrauchen, stellen wir uns entschieden entgegen. Wir stehen für Vielfalt und arbeiten gegen Einfalt. Unsere Angebote sollen alle Menschen und gesellschaftlichen Gruppen erreichen – unabhängig von Herkunft und sozialem Milieu. Die Publikation  „Naturschutz gegen Rechtsextremismus“ analysiert Aussagen rechtsextremer Organisationen um deren  rechtsextremen Inhalt freizulegen. Sie liefert damit eine Argumentationshilfe insbesondere für Naturschutzakteurinnen und -akteure, um sie bei ihrer Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Gruppen zu unterstützen.

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Aus vielen Gründen ist der Umwelt- und Naturschutz ein guter Platz, Gegenkonzepte gegen Rechtsextremismus zu denken und zu verwirklichen. Die BANU-Akademien laden ein zum Mitdenken, zum Mitdiskutieren und zum Mitmachen.

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Neuer Praxisleitfaden der Umweltakademie zum Thema „Erneuerbare Energien“

Um sich aktiv für Naturschutz und Nachhaltigkeit einzusetzen, bedarf es fundierter Kenntnisse etwa zum Themenfeld „erneuerbare Energien“ und „Klimaschutz“. Dieses Wissen kann bereits auf spielerische Art und Weise auch im Kindergarten vermittelt werden. Gegen Ende dieses Jahres erscheint dazu ein neuer Praxisleitfaden der Umweltakademie für Erzieher/innen in Kindergärten und Vorschulen. Das Buch zum Thema „Sonne, Wasser und Wind – Mit Kindern Energie verstehen und nachhaltig leben“ ist eine praxisorientierte Handreichung zur Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung von Kindern und erscheint im gewohnten „blauen“ Layout  der Akademie-Reihe beim Hirzel-Verlag. Enthalten sind alltagstaugliche Tipps und Hinweise, um auch schon bei den Jüngsten die Sinne für genaues Beobachten, Analysieren, Bewerten und zukunftsorientiertes Handeln zu schärfen.

Biotopverbund schafft mehr Raum für Tiere und Pflanzen

Das ist doch mal eine gute Nachricht: Ein landesweiter Biotopverbund soll künftig die Artenvielfalt in Baden-Württemberg sichern. Der Verbund, der in den kommenden Jahren entstehen soll, soll nach dem Willen der Landesregierung zehn Prozent der Landesfläche bedecken. Das Ziel: die Verhinderung des Artensterbens und die Sicherung der Biodiversität. Die Nutznießer: alle Pflanzen- und Tierarten, die über Naturschutz und Landschaftsplanung geschützt oder gepflegt werden – also beispielsweise Vögel, Reptilien, Amphibien, Falter, Wildbienen, Libellen, Heuschrecken und Käfer. Aber auch die Schaffung von Korridoren für Wildtiere soll dafür sorgen, dass die Tiere weniger Straßen queren müssen und es damit zu weniger Unfällen kommt.

Nach dem Abschluss der Planungen für den Biotopverbund werden nun Kernzonen definiert, also Gebiete, die jetzt schon Schutzstatus haben und die künftig netzförmig für die Zielarten ausgeweitet werden sollen. „Ziel ist nun, Gebiete für Tiere und Pflanzen mit ähnlichen Standortansprüchen zu verbinden“, sagte Marcus Lämmle, Referatsleiter Naturschutz und Landschaftsplanung im Ministerium für Ländlichen Raum.

Mehr als 70 Teilnehmer beim 1. Symposium Wein-Lese-Tage

v.l.n.r.: Karin Götz, Claus-Peter Hutter, Reinhard Schäfer, Lothar Neumann, Oliver Schuhmacher, Andreas Braun und Heike Gfrereis  (Foto: Dominik Thewes)

v.l.n.r.: Karin Götz, Claus-Peter Hutter, Reinhard Schäfer, Lothar Neumann, Oliver Schuhmacher, Andreas Braun und Heike Gfrereis (Foto: Dominik Thewes)

Zugegeben: Das derzeit herrschende, nasskalte Winterwetter lässt einen nicht so richtig daran glauben, dass es gar nicht mehr lange dauert, bis die ersten Weinblätter an den Reben hängen. Und doch war das 1. Symposium im Rahmen der WeinLeseTage Marbach&Bottwartal ein voller Erfolg: Mehr als 70 Interessierte waren der Einladung der Akademie für Natur- und Umweltschutz und der Marbacher Zeitung in die Schillerstadt gefolgt und diskutierten gemeinsam mit Fachleuten aus Weinbau, Naturschutz und Tourismus über neue Impulse und Akzente für einen nachhaltigen Weintourismus. In kurzen Impulsvorträgen und Statements vertieften namhafte Referenten und Experten die Themen integrierte Regionalentwicklung, Nachhaltigkeit, Boden- und Grundwasserschutz sowie Biodiversität und zeigten den aktuellen Bezug zum Weinbau zwischen alten Traditionen und neuen Wegen her.

Großes Interesse beim Symposium (Foto: Dominik Thewes)

Großes Interesse beim Symposium (Foto: Dominik Thewes)

Symposium zu den Wein-Lese-Tagen in Marbach & Bottwartal am 30. Januar

Von Samstag, 31. Januar bis Sonntag, 1. Februar finden sie wieder statt: die Wein-Lese-Tage in Marbach & Bottwartal, eine Verknüpfung von Literatur, guten Weinen und erlesenen Speisen.

In diesem Jahr werden die Wein-Lese-Tage durch ein gemeinsames Symposium der Umweltakademie Baden-Württemberg sowie der Marbacher Zeitung am Vortag der Weinlesetage eingeleitet. Am Freitag, 30. Januar 2015 werden Fachleute aus den Gebieten Weinbau, Naturschutz und Tourismus von 11 bis 13 Uhr ihre Sichtweise auf einen nachhaltigen Weintourismus in Marbach & Bottwartal vorstellen. Wie lassen sich neue Impulse und Akzente setzen?

Weinrebe Hutter

Diskutieren Sie mit! Im Anschluss laden wir Sie gerne zu einem herzhaften Wengerter-Vesper ein.

Veranstaltungsort: Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8 – 10, 71672 Marbach

Flyer-Weinlesetage_2015

Save the date: Seminar „Naturschutz und Wald“

Am Mittwoch, 28. Januar 2015 veranstaltet die Umweltakademie gemeinsam mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und dem Badischen Landesverein für Naturkunde und Naturschutz e. V. (BLNN) das Seminar „Naturschutz und Wald“.

Wann: Mittwoch, 28. Januar 2015, 13 bis 18 Uhr

Wo: Universität Freiburg, Hörsaal Zoologie, Institut Biologie I

Themen: Historische Waldwirtschaft in Nordwestdeutschland und ihre Bedeutung für den Naturschutz; Naturschutz-Modellprojekt „Hohe Schrecke“ in Thüringen; Wälder in der globalen Naturschutzdebatte; Naturnähe der Baumartenzusammensetzung von Wäldern und ihre Bedeutung für den Naturschutz.

Mehr Informationen unter: www.blnn.de

Naturschutzminister Alexander Bonde: „Landesregierung stärkt biologische Vielfalt mit ambitionierten Zielen und mehr Geld für Naturschutz“

Tagung zur Naturschutzstrategie Baden-Württemberg: Neue Strategien zum Schutz der Biodiversität

„Die biologische Vielfalt ist die existenzielle Grundlage für die Tier- und Pflanzenwelt und für das menschliche Leben. Sie ist massiv bedroht: Experten schätzen, dass weltweit täglich bis zu 130 Arten aussterben. Wegen dieser alarmierenden Situation hat die Landesregierung mit der Naturschutzstrategie einen ambitionierten Maßnahmenkatalog vorgelegt, um die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg zu sichern. Damit die fixierten Ziele realisiert werden können, haben wir den Naturschutzhaushalt seit 2011 bereits um mehr als 60 Prozent erhöht. Bis 2016 werden wir den Naturschutz finanziell weiter stärken und damit innerhalb einer Legislaturperiode die Naturschutzgelder auf 60 Millionen Euro verdoppeln“, sagte der baden-württembergische Naturschutzminister Alexander Bonde am Mittwoch (9. Juli) auf der Tagung „Einsatz für Eisvogel, Enzian & Co.: Naturschutzstrategie Baden-Württemberg – neue Strategien für den landesweiten Schutz der Biodiversität“ im Haus der Architekten in Stuttgart.
Bundesweit einmalige Naturschutzstrategie als naturschutzpolitischer Rahmen
„Mit unserer bundesweit einmaligen Naturschutzstrategie haben wir den lange vernachlässigten Naturschutz ins Zentrum der Politik gerückt. Die Maßnahmen reichen von einer naturverträglichen Landnutzung und Siedlungsentwicklung über die ökologische Neuausrichtung der Flurneuordnung bis zur Entwicklung eines landesweiten Moorschutzkonzepts“, so der Minister. Bedeutender Schwerpunkt der Naturschutzstrategie seien die Großschutzgebiete im Land. „Der Nationalparkpark Schwarzwald, das Biosphärengebiet Schwäbische Alb und unsere sieben Naturparke bieten unzähligen Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume – ebenso wie die Natura 2000-Flächen, die gesetzlich geschützten Biotope, die vielen Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie die Bann- und Schonwälder im Land“, sagte Bonde.

Fachtagung Naturschutzstrategie

Fachtagung Naturschutzstrategie

Naturschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
De biologische Vielfalt sichere die globale wirtschaftliche Entwicklung, gebe Impulse für technische und medizinische Innovationen und garantiere eine vielfältige Lebensmittelversorgung. Daher seien Gemeinden, Verbände, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Hochschulen und alle Bürger sowie die Politik gleichermaßen dazu aufgerufen, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen. „Die Naturschutzstrategie Baden-Württemberg zeigt, dass Naturschutz eine Querschnittsaufgabe ist. In intensiven Diskussionen ist eine Strategie entstanden, die ressort- und themenübergreifend verschiedene Aktionsfelder in den Blick nimmt und den Naturschutz im Land zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema macht“, sagte der Minister.

Die Naturschutzstrategie Baden-Württemberg
Die von der Landesregierung vergangenes Jahr verabschiedete Naturschutzstrategie Baden-Württemberg hat in erster Linie das Ziel, die biologische Vielfalt in Baden-Württemberg zu stabilisieren. Damit wird der Beitrag Baden-Württembergs formuliert, um das von der internationalen Staatengemeinschaft und der Europäischen Union definierte Ziel zu erreichen, den dramatischen Verlust der biologischen Vielfalt bis 2020 zu stoppen und eine positive Entwicklung bis 2050 einzuleiten. Derzeit schätzen Experten, dass weltweit täglich bis zu 130 Arten aussterben. Diese Aussterberate liegt um den Faktor 100 bis 1.000 über dem natürlichen Wert. Damit wird das Naturkapital, von dem wir zu einem großen Teil leben (etwa in der Land- und Forstwirtschaft), immer stärker aufgebraucht.

http://www4.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/1858/