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Das Detailprogramm zum Obstwiesenkongress ist da!

Wie können das Image und die Wertschätzung für unsere Obstwiesen verbessert werden? Wie gelingt es, Obstwiesen vor Verbuschung und Verfall zu bewahren? Wie können junge Familien zu den Grundstücken finden, und welche technischen Neuerungen zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Obstwiesen und zur Verarbeitung bzw. Verwertung der Früchte gibt es?

Ziel des Obstwiesen-Kongresses „Die neue LandLust: Neue Chancen – alte Obstwiesen“ am Samstag, 31. Oktober 2015 ist es, diese Fragen zu beantworten und aufzuzeigen, wie die Pflege des alten Kultur- und Naturgutes wieder attraktiv und modern gemacht werden kann. Durch die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch sollen die Kräfte zugunsten der Obstwiesen gebündelt werden.

Wann: Samstag, 31. Oktober 2015, 9.30 – 17.00 Uhr

Wo: Bildungszentrum Schönblick, Willy-Schenk-Str. 9, 73527 Schwäbisch Gmünd

Wer: Vertreter von Streuobstinitiativen, Kommunen, Umwelt-, Naturschutz- und Heimatverbänden, Fachberater, Bauern- und Landfrauenverbänden, BANU zertifizierte Natur- und Landschaftsführer sowie alle Interessierten

Tagungsgebühr (incl. Mittagessen und Tagungsgetränke): 20 Euro

Detailprogramm Obstwiesenkongress

Informationen und Anmeldung bei der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, Telefon 0711/126-2810, Telefax 0711/126-2893 und www.umweltakademie.baden-wuerttemberg.de

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Umweltakademie übergibt Ausstellung „Obstgarten“ und „GeoKoffer“

Die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg unterstützt die Bildungsarbeit der Naturparks und anderer Bildungseinrichtungen. Am vergangenen Mittwoch (02.07.2014) konnte die neue Akademieausstellung „Obstgarten“ sowie der „GeoKoffer“ an Bernhard Drixler vom Naturpark Schwäbisch Fränkischer Wald, Dietmar Gretter vom Naturpark Stromberg-Heuchelberg sowie an Rolf Jungmann vom Herrenhaus Buchenbach übergeben werden.

v.l.n.r.: Bernhard Drixler, Claus-Peter Hutter, Rolf Jungmann und Dietmar Gretter bei der Übergabe der Ausstellung „Obstgarten“ und des GeoKoffers

v.l.n.r.: Bernhard Drixler, Claus-Peter Hutter, Rolf Jungmann und Dietmar Gretter
bei der Übergabe der Ausstellung „Obstgarten“ und des GeoKoffers

Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Obstwiesen und besteht aus 15 verschiedenen Roll ups, die individuell gruppiert und dekoriert werden können. Diese sind auch bei den Naturschutzzentren der öffentlichen Hand in Baden-Württemberg unter http://www.naturschutzzentren-bw.de ausleihbar. Nun sollte das Thema in die Fläche getragen werden und so für mehr Wertschätzung werben. Daher fand jetzt in den Räumen der Umweltakademie die Übergabe der Ausstellung sowie eines Geokoffers, der sich mit den Gesteinen des Landes Baden-Württemberg beschäftigt, statt.

Neues aus dem Obstgarten (7)                            Von Claus-Peter Hutter

Unmöglich! Ist man da nicht einfach baff? Da lass ich auf der mühsam gepflegten Obstwiese ein grosses Stück Blumenwiese stehen, damit es für Schmetterlinge wenigstens noch kleine Überlebensinseln gibt – denn in der Umgebung wird leider alles klitzeklein gemäht – und dann kommen da Leute daher und pflücken ungeniert Blumen, als ob es ihr Eigentum wäre. Ich habe sie nicht gleich in den Senkel gestellt, sondern nur darauf hingewiesen, dass sie die Blumen für die Insekten stehen lassen sollen. „Es sind doch nur ein paar“ erhielt ich von einer gar nicht unsympathischen Spaziergängerin zur Antwort. Da musste ich natürlich schon einwenden, dass an der Wiese an schönen Sonntagen viele dutzende von Menschen vorbeilaufen und wenn alle ein „paar“ pflücken, dann ist für Pfauenauge, Aurorafalter und andere Schmetterlinge nichts mehr da“!“. Da wurden die Spaziergänger doch ein wenig nachdenklich. Woraufhin ich ihr empfohlen habe, doch selbst ein Obstwiesengrundstück zu pflegen. Diese sind äußerst günstig erhältlich, weil das Interesse in den vergangenen Jahren doch deutlich abgenommen hat. Dafür habe man keine Zeit, wurde mir entgegnet. „Nun, ich eigentlich auch nicht; aber ich nehme mir sie und will mir deshalb die Blumen nicht wegnehmen lassen.“ Das musste ich dann schon sagen. Komisch eigentlich, dass man sich noch rechtfertigen muss. Ich gehe ja auch nicht in die Wohnungen anderer Leute und mach den Kühlschrank auf und bediene mich.

Neues aus dem Obstgarten (6)                            Von Claus-Peter Hutter

Es ist schon paradox: Viele Obstwiesen werden nicht mehr gepflegt, weil die Erben von Opas Apfel- und Birnenbäumen und Omas Beerensträucher meinen, sie hätten keine Zeit dafür. Bäume werden nicht mehr geschnitten, das Gras nicht mehr gemäht. Bei einem der nächsten Herbststürme brechen dann große Äste ab und irgendwann wird das einstige Obstparadies überwuchert sein. Und so schwindet mehr und mehr ein Stück lebendiges Natur- und Kulturerbe. Auf der anderen Seite werden so manche, erfreulicherweise noch bewirtschaftete Grundstücke, zu intensiv gepflegt. Sobald die ersten Gräser und Kräutlein sprießen, werden sie auch schon wieder niedergemäht. Nur kann ich das Schnittgut meiner Obstwiese auch nicht verwerten. Nachdem es fast keine Bauern mit Milchviehhaltung mehr gibt und die moderne Dreifelderwirtschaft, nach dem Motto „Zuckerrüben, Mais und Bauplätze“ eine einzigartige landwirtschaftliche Vielfalt abgelöst hat, gibt es einfach kein Interesse mehr am Gras. Damit aus meiner Obstwiese kein deutscher Einheitsrasen wird, habe ich mich deshalb schon vor Jahren für einen Mittelweg entschieden. Bereiche, die man für Wege und Aufenthalte nutzt, werden gemäht; große Flächen bleiben stehen, damit sich Margeriten, Salbei, Skabiosen Flockenblume und Knautie entwickeln können.

So finden dann auch Schmetterlinge, Wildbienen und so manche Käferart noch einen Lebensraum. Das Ganze muss so lange stehen bleiben, bis sich vom Ei über die Raupe und Puppe auch die nächste Generation von Schmetterlingen entwickeln kann. Das sieht dann nicht ganz so aufgeräumt aus, aber Natur braucht nun mal auch ein wenig Unordnung. Damit die Obstwiese auch Obstwiese bleibt und nicht verfilzt, wird Ende Juni, Anfang Juli gemäht. Zum Glück gibt es leistungsstarke Aufsitzmäher, die mit den dann hohen Gräsern und Kräutern fertig werden. Junge Leute aufgepasst! Vielleicht gibt es ja in Eurem Besitz noch eine Obstwiese, die Ihr längst vergessen habt. Geht doch mal auf Omas und Opas Spuren. Wer Blumen blühen lässt, wird nicht nur mit Blumenwunder und Blütenpracht sondern auch mit vielen anderen Naturerlebnissen belohnt.

Neues aus dem Obstgarten (5)                            Von Claus-Peter Hutter

Nur so da sitzen! Das hat doch auch was für sich. Zusammen mit meinem Freund Norbert wollte ich gestern einfach mal Natur pur genießen. Pur, das war nicht nur die Obstwiese mit ihrer jetzt überschwänglichen Blütenfülle sondern auch das im Januar bei meinem Lieblingsbrenner erzeugte Mirabellen-Destillat. Natürlich braucht es noch einige Zeit, bis der Schnaps weich und rund ist. Aber das eigene Erzeugnis genießen zu können – und dazu gehört immer mal wieder das Probieren – hat schon was für sich. Übrigens warten genug Obstwiesen auf neue Besitzer, weil die älteren Leute ihre Grundstücke nicht mehr pflegen können. Wo solche Grundstücke erworben oder gepachtet werden können, erfährt man unter anderem bei den Obst- und Gartenbauvereinen.

 

Informationen unter www.logl-bw.de